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Kaum zu glauben,

Foto: DRK Bereitschaft Weilheim

aber so schnell kann es gehen – DRK Betreuungsdienst im Einsatz

(28.01.2019/Roland Rath) Erst am 20. Januar 2019 fand beim Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. vom Deutschen Roten Kreuz die Abschlussübung der Fachdienstausbildung: DRK Betreuungsdienst statt und wir gratulierten allen teilnehmenden Helferinnen und Helfern zur bestandenen Fachdienstausbildung. So schnell kann es dann gehen. Bereits am 26. Januar gegen 7:20 Uhr wurde der Betreuungsdienst zu einem Einsatz auf die BAB 8 Höhe Ausfahrt Aichelberg gerufen.

Nach 2 Teilen in Theorie und Praxis, im November und Januar, durften nun am 20. Januar die ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Rahmen einer Abschlussprüfung unter den kritischen Augen der Ausbilder ihr Können in der Praxis unter Beweis stellen. Ausgebildet wurden sie entsprechend der DRK-Ausbildungsverordnung. Die Ausbildungsthemen waren unter anderem die verschiedenen Aufgaben des Betreuungsdienstes. So zum Beispiel das richtige Ausfüllen der Personenbezugskarten, der Umgang mit den Betroffenen, das Erkunden, Einrichten und Betreiben einer Notunterkunft und vieles mehr.

Und nun dies.

Wär hätte geglaubt, dass die Einsatzkräfte bereits nach sechs Tagen ihr Erlerntes und ihr Fachwissen zum Wohle der Betroffenen zum Einsatz bringen mussten und konnten. Wir sagen Danke.

Unsere Bereitschaft Weilheim berichtete auf Facebook, wie folgt, darüber:

Ein englischer Reisebus mit 41 Fahrgästen an Bord, fuhr auf der BAB 8 Höhe Ausfahrt Aichelberg, am Samstagmorgen, den 26. Januar gegen 07:20 Uhr auf einen deutlich langsamer fahrenden Sattelzug auf. 

Durch den Aufprall wurde der Busfahrer hinter seinem Lenkrad eingeklemmt und musste von Kräften der Feuerwehr Weilheim befreit werden. Da nicht auszuschließen war, dass er schwere Verletzungen davon getragen hat, wurde prompt der DRF-Rettungshubschrauber Christoph 41 aus Leonberg an die Unfallstelle geordert, der nach der Rettung den Busfahrer in eine geeignete Klinik flog.

Gegen 08:20 Uhr erhielten wir einen Vollalarm für unsere Bereitschaft. Der Einsatzauftrag lautete „Bringen Sie alle Fahrgäste von der BAB 8 runter in geeignete Räume und betreuen diese bis zur Weiterfahrt mit einem Ersatzbus“.

Nach kurzer Abstimmung mit dem Weilheimer Feuerwehrkommandanten Norbert Wahl, einigten wir uns auf die Verbringung der Fahrgäste in das Weilheimer Feuerwehrhaus.

Unsere Aufgabe bestand nun in der Transportlogistik, der Vorbereitung auf die Fahrgäste im Feuerwehrhaus und der Registrierung aller beteiligten Personen.

Zum Transport von der Autobahn stellten uns die Feuerwehren aus Weilheim und Gruibingen Ihre Mannschaftstransportwägen (MTW), sowie die Firma Faustmann ihr Sammeltaxi samt Fahrer zur Verfügung und wir kamen mit unseren MTWs an die Unfallstelle. Durch diese Unterstützung konnten wir gegen 9:00 Uhr mit den letzten Fahrgästen und dem gesamten Gepäck die Autobahn verlassen.

Die 41 Angehörigen der Britischen Armee wurden rund eine Stunde von uns im Feuerwehrhaus Weilheim mit Kaffee, Tee und Brezeln versorgt, bis sie im Ersatzbus der Firma Franz Buck aus Weilheim ihre Reise nach Österreich fortsetzen konnten.

Danke an die Freiwilligen Feuerwehren Gruibingen und Weilheim, sowie der Firma Faustmann, für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung Ihrer Fahrzeuge.

Vielen Dank auch an unsere Notfall-Dolmetscherin Christina Bittner, die uns als Englischlehrerin und Frau eines Feuerwehrkameraden, die Kommunikation mit den Fahrgästen deutlich vereinfachte.

Fotos: DRK Bereitschaft Weilheim und Wendlingen

Fotos: DRK Bereitschaft Weilheim und Wendlingen