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DRK Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V.
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Presse-Archiv

Betten und Rollstühle für Pflegeheime in Komló und Szekszárd

Foto: Klaus Rau

DRK-Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/T. e.V. unterstützt Hilfstransport nach Südungarn

DRK-Vizepräsidentin BMin Melanie Braun (rechts), KGF Klaus Rau (Mitte) und weitere Helfer beim Beladen des LKW. Foto: Christian Schöllhammer

(28.01.2019/Klaus Rau - Roland Rath) In einer Gemeinschaftsaktion zwischen dem DRK-Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/T. e.V, der Gemeinde Neckartenzlingen und den „Komló – Freunden“ Neckartenzlingen wurden Ende Januar zwei große LKW mit 52 Betten, 34 Nachtkästchen und diversen Hilfsmitteln (Rollstühle, Gehhilfen, Rollatoren etc.) beladen und nach Südungarn geschickt. Die Hilfslieferungen mit den gut erhaltenen Möbeln sind eine große Hilfe für mehrere Altenpflegeheime in Komló und Szeksárd und leisten dort noch viele Jahre gute Dienste.

Ab ins Zwischenlager nach Kirchheim. Foto: Klaus Rau

Seit über 25 Jahren besteht eine Städtepartnerschaft zwischen der Gemeinde Neckartenzlingen und der Südungarischen Stadt Komló. Annähernd genauso lange gibt es Hilfslieferungen in die ehemalige Bergbaustadt, die seit Schließung der Bergwerke Anfang der 90-Jahre große Probleme bei der Sicherstellung der Infrastruktur und beim Erhalt ihrer Einrichtungen für die Daseinsfürsorge hat. 

Der Bedarf an Krankenhausbetten, Pflegeheimbetten und medizinischen Hilfsmittel ist ungebrochen groß, eine Neubeschaffung aber auf Grund sehr knapper Investitionsmittel nur beschränkt bis überhaupt nicht möglich. Durch sehr gute Kontakte zu Kranken- und Altenpflegeheimen in der Region Stuttgart und darüber hinaus war und ist es den „Komló-Freunden“ aus Neckartenzlingen bereits seit Anfang der 90-iger Jahre wiederholt möglich, eine große Zahl an Betten und weiteren Gegenständen nach Ungarn zu bringen. Für DRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Rau, der in Neckartenzlingen wohnt und ebenfalls zu den Komló-Freunden gehört, ist es immer eine große Hilfe, dass er bei den fast jährlich stattfindenden Transporten auf eine gut funktionierende DRK-Logistik zurückgreifen kann. Ohne die Unterstützung der ehrenamtlichen DRKler, aber auch der immer wieder spontanen und kurzfristigen Hilfe aus dem DRK-Hauptamt, wären die Hilfstransporte nicht möglich. Dies gilt sowohl für das Beladen der LKW´s als auch insbesondere für das Zusammenführen und für die Transportvorbereitung der Hilfsgüter an Zentraler Stelle im DRK-Kreisverband oder im DRK-Katastrophenschutzlager des Landesverbandes in Kirchheim unter Teck.

Die eigentlichen Transporte laufen dank der ungarischen Spedition SióTrans sehr professionell ab. Die große ungarische Spedition aus Szeksárd ist dabei schon seit vielen Jahren ein zuverlässiger Logistikpartner in Sachen Hilfstransporte. 

Der Chef der Spedition ist den Hilfslieferungen immer sehr gewogen und sponsert die Transportkosten regelmäßig. Aus diesem Grund geht ein Teil der Hilfslieferungen auch an das Krankenhaus und die Altenpflegeheime in Szeksárd.

Ende Januar war es wieder soweit. An zwei Freitagen hintereinander konnte je ein großer LKW randvoll mit Hilfsgütern beladen und nach Komló und Szeksárd geschickt werden. 34 sehr gut erhaltene elektrische Pflegeheimbetten und die dazu gehörenden Nachtkästchen aus einem Pflegeheim in Aichtal wurden mit vereinten Kräften und mit Hilfe eines Gabelstaplers auf den bereitstehenden „40-Tonner“ – LKW verladen. Die Verladung klappte dank spitzen „Teamwork“ hervorragend. Bei den Helferinnen und Helfern war neben dem DRK-Team um KGF Klaus Rau und mehreren Komló- Freunden auch ein „Team“ der Gemeinde Neckartenzlingen „am Start“, angeführt von Bürgermeisterin Melanie Braun, die seit 2018 Vizepräsidentin unseres DRK-Kreisverbandes Nürtingen-Kirchheim/T.e.V. ist. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle der Heimleitung dafür, dass Sie die gut erhaltenen Gegenstände für Ungarn gespendet und nicht, was leider immer wieder in solchen Fällen vorkommt, die voll funktionierenden Sachen im Container entsorgt hat. Das Haus in Aichtal bekommt eine neue pflegerische Nutzung und wird in Kürze umgebaut. In diesem Zusammenhang müssen auch neue „Spezialmöbel“ beschafft werden, die bisherigen Einrichtungsgegenstände können nicht mehr weiter eingesetzt werden und finden jetzt in Ungarn noch viele Jahre Verwendung.

Der zweite Transport ging eine Woche später nach Szeksárd. Da der LKW nach Komló bereits mit den Betten und Nachtkästchen randvoll war, fanden die zahlreichen Rollstühle, Rollatoren und sonstigen Hilfsmittel im ersten Transport keinen Platz mehr auf der Ladefläche. Deshalb wurde spontan beschlossen, die Gegenstände mit dem DRK-LKW ins DRK-Zentrallager des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg nach Kirchheim unter Teck zu bringen und dort bis zum Abtransport zwischenzulagern. 

Zwischenzeitlich haben die Hilfsmittel zusammen mit 9 Pflegeheimbetten und 10 Pflegeheimbetten aus einer Pflegeeinrichtung in Heimsheim ihr Ziel in Szeksárd ebenfalls erreicht.

Unser Dank gilt an dieser Stelle allen, die zum guten Gelingen der Hilfslieferungen beigetragen haben. Die bedachten Einrichtungen in Komló und Szeksárd haben sich sehr darüber gefreut und sich herzlich für die großzügigen Spenden bedankt.

weitere Impressionen: (Kopie 1)

Fotos: Roland Rath

Fotos: Roland Rath

Ein Zeichen setzen für das Ehrenamt!

Foto: Roland Rath/Archiv

(24.01.20119/Roland Rath) Auf Nominierung durch einen Kameraden vom DRK Nachbarkreisverband Esslingen haben wir natürlich gerne an der derzeitigen Facebook- Challenge:  7 Tage - 7 Fotos aus dem Ehrenamt! Jeden Tag ein Foto von ehrenamtlicher Arbeit posten, ohne Erklärung.  Ein Zeichen setzen für das Ehrenamt! gerne mit den folgenden Bildern teilgenommen.

Die Bilderauswahl, sie war nicht einfach.

Bilder 2 bis 9:

Fotos: Roland Rath/Archiv

Fotos: Roland Rath/Archiv

Die Bilder 10 bis 23 standen noch neben vielen weiteren  zur Auswahl und haben es leider nicht in die Challenge geschafft.

Bilder 10 bis 23:

Fotos: Roland Rath/Archiv

Fotos: Roland Rath/Archiv

Das DRK ehrte langjährige Mitarbeiter/innen

Gruppenbild - von li. nach re.: Horst Heilemann, Nicole Ungerer, David Lender, Tobias Penka, Klaus Rau (Kreisgeschäftsführer), Ines Baur, Dieter Jarosch, Rolf Siebert (Präsident), Christa Scheuerle und Roland Rath

Leider nicht auf dem Bild: Albert Balz, Vinzenso Manganiello und Sean Carew

(16.01.2019/Roland Rath) Mit den Worten: „Ein sehr rares Gut ist die Beständigkeit. Aus diesem Grunde sind wir stolz darauf, dass wir heute 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für sage und schreibe insgesamt 160 Jahre Betriebszugehörigkeit ehren dürfen“, begrüßte gestern Rolf Siebert, Präsident beim Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. vom Deutschen Roten Kreuz, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreisverbandes zur Jubiläumsfeier mit anschließenden Neujahrsessen.

Er sagte weiter: „würde man die Uhr der Zeit um diese 160 Jahre zurückdrehen, würden wir im Jahr 1859 landen und damit in einem Jahr, in welchem zum Beispiel die Schlacht von Solferino den Sardinischen Krieg entscheidet und zur Gründung des Roten Kreuzes führte oder der Bau des Sueskanals mit dem ersten Spatenstich durch Ferdinand Vicomte de Lesseps begonnen wurde (so zumindest laut Wikipedia). Heute jedoch möchten wir einfach mal kurz inne halten um Danke zu sagen. Danke für das gezeigte und gelebte Engagement und die geleistete Arbeit“.

Er ließ es sich nicht nehmen am Ende seiner Ansprache, in welcher er auch das vergangene Jahr nochmals kurz Revue passieren ließ, zusammen mit Klaus Rau, Kreisgeschäftsführer, sich bei den Jubilaren persönlich und im Auftrag des Präsidiums recht herzlich für die Treue zu bedanken. Im Anschluss daran wurden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem vorzüglichen Essen, welches von den Mitgliedern der DRK Kochgruppe Tischardt in bewährter Weise und natürlich selbst gekocht und köstlich aufgetischt wurde, eingeladen.

Geehrt wurde für

05 jährige Betriebszugehörigkeit:
Nicole Ungerer und Sean Carew 

für

10 jährige Betriebstreue:
Christa Scheuerle, David Lender, Horst Heilemann und Vinzenso Manganiello

für

15 jährige Betriebszugehörigkeit:
Albrecht Balz, Dieter Jarosch und Tobias Penka

für

20 jährige Betriebstreue:
Ines Bauer

und für

45 jährige Betriebszugehörigkeit:
Roland Rath

Weitere Impressionen:

Fotos: Roland Rath

Fotos: Roland Rath

in memory

Foto: Roland Rath

Am Mittwoch, den 09. Januar hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass unser Kamerad

Dr. med. Dietmar Seegers

uns voraus gegangen ist und für immer verlassen hat und heute haben wir Ihn auf seinem letzten Weg begleitet.

Sein Name wird künftig sicherlich für die Bereitschaft Kirchheim/Teck sowie für den Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. vom Deutschen Roten Kreuz stehen.

Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen.

Nachruf

Foto: Roland Rath

Wir trauern um unseren Kameraden

Dr. med. Dietmar Seegers

der am 09.01.2019 im Alter von 71 Jahren verstorben ist.

Dr. Dietmar Seegers war von 1981 an bis heute in verschiedenen Führungspositionen im DRK-Ortsverein und der Bereitschaft Kirchheim und auf Kreisverbandsebene tätig. Von 1985 bis 2012 war er Vorsitzender des DRK Ortsvereines in Kirchheim/Teck, bis 2000 Mitglied im DRK-Kreisvorstand. Er war sowohl als Arzt als auch als Mensch wegen seinem hohen DRK-Wissen und wegen seiner Hilfsbereitschaft als kompetenter Fachberater und guter Kamerad geschätzt. Für sein langjähriges, außerordentliches Engagement für das DRK wurde Dr. Dietmar Seegers 2017 mit der höchsten Auszeichnung des Kreisverbandes, der Henry-Dunant-Medaille in Gold ausgezeichnet.

Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Für die Kameradinnen und Kameraden des DRK-Ortsverein und der DRK Bereitschaft Kirchheim/Teck
Dr. Jürgen Berghold

Für den DRK-Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V.
Rolf Siebert - Präsident

Weitere Impressionen:

Fotos: Roland Rath

Fotos: Roland Rath

Hoher Besuch beim DRK in Nürtingen

Foto: Nürtinger Zeitung – Sabrina Kreuzer

(Roland Rath) Am 09.01.2019 besuchten im Rahmen einer Klausurtagung der CDU-Landtagsfraktion in Nürtingen Innenminister Thomas Strobl, Staatssekretär Wilfried Klenk, MDL Karl Zimmermann und weitere Abgeordnete der Arbeitskreise Recht und Verfassung, Inneres, Digitalisierung und Migration sowie Soziales und Integration die neue Rettungswache der DRK Rettungsdienst Esslingen-Nürtingen gGmbH und den Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. vom Deutschen Roten Kreuz. Mit der Besichtigung der neuen DRK-Rettungswache Nürtingen wollten sich die Politiker einen Blick hinter die Kulissen der täglichen Arbeit unseres Rettungsdienstes verschaffen. In der anschließenden Diskussion in der DRK-Kreisgeschäftsstelle Nürtingen kamen die anwesenden Vertreter der Rettungsdienstorganisationen, Feuerwehr, THW und DLRG im Kreis Esslingen zu Wort und trugen in einer regen Diskussion ihre  aktuellen Probleme und Wünsche den politischen Entscheidungsträgern vor.

Für den DRK- Kreisverbund Nürtingen-Kirchheim/Teck begrüßte Kreisgeschäftsführer Klaus Rau die Gäste und zeigte sich sehr erfreut über deren Besuch in Nürtingen. Es ist schon eine besondere Wertschätzung, wenn der Innenminister und sein Staatssekretär zusammen ihre Aufwartung machen. Bei ihrem Rundgang durch die neue DRK Rettungswache unter fachkundiger Führung von Rettungsdienstgeschäftsführer Rafael Dölker und Rettungsdienstleiter Michael Wucherer war es, insbesondere hinsichtlich der derzeit laufenden Neufassung der Förderrichtlinien für den Rettungswachenbau, beiden ein besonderes Anliegen,  den Politikern eine gut funktionierende und den  aktuellen Erfordernissen in höchstem Maße entsprechende Rettungswache zu zeigen. Die Erkenntnisse aus dem Neubau der DRK-Rettungswache Nürtingen werden nach Aussage von Staatssekretär Klenk in die Förderrichtlinie mit einfließen.

Foto: DRK - Sabrina Kreuzer

Fast zwei Stunden tauschten sich die Vertreter der Rettungsdienstorganisationen im Landkreis Esslingen im Lehrsaal der DRK-Kreisgeschäftsstelle Nürtingen mit den zuständigen „Sicherheitspolitikern“ der CDU aus. Innenminister Strobl bedankte sich  dabei ausdrücklich für das große Engagement der vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte unserer Rettungsdienstorganisationen, die eine wesentliche Säule des gut funktionierenden Rettungsdienstes und Katastrophenschutzes in Baden-Württemberg sind.

Als kleines Gastgeschenk überreichte Kreisgeschäftsführer Klaus Rau allen Anwesenden eine Rotkreuzdose. Diese wird im Kühlschrank aufbewahrt und enthält alle lebenswichtigen Daten über die jeweilige Person. Dass der Rettungsdienst diese bei einem Einsatz kennt, kann lebenswichtig sein, insbesondere dann, wenn die betroffene Person selbst nicht mehr ansprechbar ist.

Foto: DRK - Klaus Rau

Die Nürtinger Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 10.01.2019 wie folgt über den Erfahrungsausstausch:

 

 


 

 

Auf Tuchfühlung mit den Lebensrettern

CDU-Landtagsfraktion auf Klausur in Nürtingen - Vertreter von Rettungsdiensten und Feuerwehren gaben Einblick in ihren Alltag

Die Stadt Nürtingen wählte die CDU-Landtagsfraktion für ihre dreitägige Klausur aus. Im Zuge der Tagung besuchte Innenminister Thomas Strobl mit weiteren Abgeordneten die DRK Rettungswache in Nürtingen. Im Gespräch mit Vertretern von Rettungsdiensten und Feuerwehren ging es um aktuelle Themen. Es gab aber auch viel Lob für das Ehrenamt.

Von Sabrina Kreuzer – Foto: Kreuzer

Foto: Nürtinger Zeitung – Sabrina Kreuzer

NÜRTINGEN. Heute endet die Klausur der CDU-Landtagsfraktion im Best-Western-Hotel. "Bei einer Klausurtagung möchten wir die Möglichkeit nutzen, nach draußen zu gehen und Gespräche zu führen", meinte Thomas Blenke, innenpolitischer Sprecher. Fern der Landeshauptstadt teilten sich die Arbeitskreise der Fraktion auf: Ein Teil der Abgeordneten besuchte gestern die S21- Baustelle "Wendlinger Kurve".

Die Arbeitskreise Recht und Verfassung, Inneres, Digitalisierung und Migration sowie Soziales und Integration trafen sich hingegen mit Vertretern von Rettungsdiensten und Feuerwehren aus dem Landkreis, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. "Wir möchten zeigen, dass wir die Arbeit im höchsten Maße wertschätzen", sagte Blenke. Auch Innenminister Thomas Strobl und Staatssekretär Wilfried Klenk zeigten sich sehr interessiert.

"Es ist toll, wie gut einerseits das professionelle Hauptamt und andererseits

auch das engagierte Ehrenamt bei den Wehren und Rettungsdiensten im Kreis funktionieren." Weiter betonte Strobl: "Das neue Gebäude des DRK in Nürtingen ist beispielgebend und eine gute Motivation für die Mitarbeiter." Nur mit motivierten Mitarbeitern sei eine gute Arbeit am Patienten möglich, so der Innenminister. In den Reihen des DRK, der DLRG, der Malteser, des Technischen Hilfswerks und des Kreisfeuerwehrverbandes Esslingen-Nürtingen freute man sich über das Lob. Haupt und ehrenamtliche Rettungskräfte nutzten die Gelegenheit, im persönlichen Gespräch ihre Anliegen vorzutragen. Schwer zu schaffen macht der hohe Anteil von Einsätzen, die sich als Bagatell-Fälle erweisen. "In gut einem Drittel aller eingehenden Notrufe wäre es für uns nicht nötig, auszurücken", zeigte DRK-Rettungsdienstleiter Michael Wucherer auf. Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich kennt dieses Problem auch bei den Wehren: "Die Leute müssen an Erste Hilfe gewöhnt werden, damit sie nicht wegen Kleinigkeiten die Blaulichter

rufen müssen."

Als Lösungsansatz sieht Marc Lippe, Geschäftsführer der Malteser-Kreisgeschäftsstelle, die Aufklärung der Bevölkerung: "Neben verpflichtenden Erste-Hilfe-Kursen sollte schon in der Schule Hilfe zur Selbsthilfe angeboten werden." Zum Beispiel in speziell dafür eingerichteten Unterrichtsfächern sei es möglich, schon Grundschülern Krankheitsbilder aufzuzeigen und ihnen beizubringen, auf solche zu reagieren. Eine Suche nach den Symptomen im Internet ist immer häufiger, aber fatal. "Dr. Google macht alles nur noch schlimmer", meinte Lippe und bekam Zustimmung.

Hilfsfristen werden im Kreis weitgehend eingehalten

Ein weiteres Problem der Rettungsdienste ist die Hilfsfrist. Diese besagt, dass in 95 Prozent der Fälle der Patient innerhalb von 15 Minuten erreicht werden muss. Michael Wucherer vergleicht diese mit einer Bestellung bei einer Fast-Food-Kette: "Nur weil das Essen nach drei Minuten beim Kunden ist, heißt es nicht, dass es auch gut schmeckt." Natürlich sei es wichtig, schnell bei Patienten zu sein. In den meisten Fällen schaffe man dies sogar in sechs bis sieben Minuten. Bei Fahrten auf die Alb dauere es zwangsläufig etwas länger.

Die Politiker versicherten den Rettern, dass in Zukunft genug Mittel für sie eingeplant seien. "Es ist eine Nachwuchs-Werbekampagne für das Ehrenamt unter dem Blaulicht geplant", sagte Blenke. Der Nachwuchs müsse gesichert sein und gehalten werden. Bislang haben die Wehren und Rettungsdienste im Landkreis kein Problem damit. Die Konkurrenz sei aber groß, weil alle Organisationen und auch die Kirchen um dieselben jungen Menschen werben.