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Blutspendetermine

Presse-Archiv

Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte

Foto: Zelck

Internationaler Weltrotkreuztag

(08.05.2018/Roland Rath) Mit dem Weltrotkreuztag am 08.Mai soll an den Geburtstag von Henry Dunant im Jahr 1828 erinnert werden. Der Schweizer Geschäftsmann, Menschenfreund und Empfänger des ersten Friedens-Nobelpreises erlebte 1859 die Folgen der Schlacht von Solferino in Italien mit ihren vielen tausenden Toten und verletzten Soldaten, die grausame Szenen brannten sich tief in sein Gedächtnis ein. Fortan kämpfte er für einen menschlicheren Krieg und neutrale Hilfsgesellschaften, die die Not der Soldaten lindern sollten. Nach dieser schrecklichsten Schlachten der Kriegsgeschichte veröffentlichte Henry Dunant seine "Erinnerung an Solferino" und forderte darin ein Internationales Abkommen zum Schutz der Kriegsopfer. Ferner schlug er vor, in den Ländern der Welt nationale Hilfsgesellschaften zu gründen. Daraus entstand dann die weltumspannende Rotkreuzbewegung.

Rotes Kreuz + Mein Ding

„Aktions- und Gedenktage gibt es wahrlich viele und jeden Tag kommen gefühlsmäßig neue hinzu. Mit ihnen sollen bestimmte Anliegen in den Focus der Menschen gerückt werden. Der 8. Mai hebt sich bedeutsam aus der Vielzahl dieser Tage ab. Denn der Weltrotkreuztag hat nicht nur Teilaspekte zum Thema, sondern das Menschsein insgesamt – eigentlich ganz einfach, sollte man meinen“, so die Aussage von Rolf Siebert, Kreisverbandsvorsitzender bei Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. vom Deutschen Roten Kreuz im Rahmen eines Gespräches. Er sagte weiter: „Eigentlich sieht man das Rote Kreuz ja täglich. Sei es auf einem Fahrzeug, einem Plakat oder an einer Hauswand. Es schein auch ganz normal zu sein, dass da, wo Hilfe dringend benötigt wird, das Rote Kreuz zeitnah und mit der entsprechenden Ausstattung zur Stelle ist. Diese Erwartungshaltung können wir natürlich nur dann erfüllen, wenn sich viele bei uns engagieren - ob als Spender, Fördermitglied oder ehrenamtlicher Aktiver“.

Danke

In diesem Zusammenhang bedankte sich Rolf Siebert im Rahmen des DRK Helferfestes am vergangenen Sonntag in Owen bei den ca. 1.500 Ehrenamtlichen aus den Bereichen: Bereitschaftsarbeit und Katastrophenschutz, Jugendrotkreuz und Sozialarbeit für ihre Treue und ihr gelebtes soziales Engagement auf das Herzlichste. Als kleines Dankeschön erhielt jeder Anwesende aus den Bereichen: Ehren- und Hauptamt ein Silikonarmband mit dem Text: Rotes Kreuz + Mein Ding.

Werden Sie Teil der Rotkreuz-Familie

Was ist besonders bei uns: Als Ehrenamtliches Mitglied beim Deutschen Roten Kreuz gehören Sie einer weltweiten humanitären Bewegung an, die seit nunmehr über 155 Jahren Menschen in Not hilft. Bei allem, was sie tut fragt sie nicht nach, woher jemand kommt oder an was er glaubt und unterscheidet auch nicht nach Freund oder Feind. Einzig was zählt, ist die Menschlichkeit. Diese Überzeugung trägt alle Freiwilligen der 190 Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften. Das sind weltweit mehr als 

13 Millionen Menschen, allein in Deutschland über 400.000.

Wenn Sie gerne dazu gehören möchten oder einfach unverbindlich weitere Informationen benötigen, melden Sie sich einfach bei:
DRK Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V.
Laiblinstegstraße 7 - 72622 Nürtingen - Tel. 0 70 22 / 70 07-0
oder finden sie auch die Ansprechpartner unserer örtlichen Gliederungen hier auf der Homepage.

Wir freuen uns auf Sie!

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Fotos: Roland Rath

Fotos: Roland Rath

20 Jahre „Helfer vor Ort“ beim DRK-KV Nürtingen-Kirchheim/T. e.V.

Foto: Roland Rath

Ein „DRK-Leuchtturmprojekt“ feiert Geburtstag

(06.05.2018/Roland Rath) Mensch, wie doch die Zeit vergeht. Der Vorläufer des flächendeckenden „Helfer vor Ort-Systems“ vom Deutschen Roten Kreuz – Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. , die „Tälesrettung“ wurde bereits Im Jahr 1986 aus der Taufe gehoben und durch die ehrenamtlichen Mitglieder von der DRK Bereitschaft Lenninger Tal getragen. Daraufhin wurde dann im März 1998 das sehr erfolgreiche „Puzzle“ im Hilfesystem des DRK Kreisverbandes, dass HvO-System, aus der Taufe gehoben und flächendeckend eingeführt.

Ein System mit Erfolg, dass seines gleichen sucht. Eigentlich wäre es ja für alle Beteiligten gut, wenn sich die ehrenamtlichen Einsatzkräfte dieses Systems, welches durch alle örtlichen Bereitschaften getragen wird, langweilen würden oder noch besser, sie würden gar nicht benötigt . Doch dem ist nicht so. Manches DAX-Unternehmen wäre sicherlich froh, es könnte solche Steigerungsraten ebenfalls verzeichnen.

Natürlich wurde der 20iger auch entsprechend gefeiert und die Festtagsrede zu dieser „Geburtstagsfeier“, welche durch Heike Gönninger, Kreisbereitschaftsleiter, vorgetragen wurde, kann nachstehend nochmals nachgelesen werden.

Wünschen wir dem Geburtstagskind alles Liebe und Gute und bedanken uns herzlich bei allen „HvO`lern“ für ihr Engagement – auf die nächsten 20 Jahre

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Heike Gönninger, Kreisbereitschaftsleiter

Sehr geehrte Gäste, liebe Kameradinnen und Kameraden,

an unserem heutigen Helfertag möchten wir zwei Dinge besonders feiern: Die feierliche Übergabe unseres neuen Einsatzleitwagens und das 20-jährige Helfer vor Ort Jubiläum.

Im ersten Redebeitrag der Kreisbereitschaftsleitung möchte ich auf die nunmehr zwanzigjährige Erfolgsgeschichte des Helfer-vor-Ort-Systems im Kreisverbandsgebiet Nürtingen-Kirchheim/Teck, also dem Altkreis Nürtingen, eingehen.

Wer das Deutsche Rote Kreuz, also das DRK kennt, weiß, dass wir im Roten Kreuz gerne Abkürzungen benutzen. Und so wurde für das Helfer vor Ort System schnell das Kürzel HvO oder der auch der Begriff First Responder gefunden.

Alle Drei stehen für die besondere Erste Hilfe Leistung durch gut ausgebildete Rotkreuz-Bereitschaftsmitglieder, die bei einem Notfall parallel zum Rettungsdienst alarmiert werden und durch die räumliche Nähe meist schneller beim Patienten ankommen. So kann die Zeit bis zum Eintreffen des Notfallsanitäters oder Notarztes durch die ehrenamtlichen Helfer überbrückt werden.

Die Helfer vor Ort führen lebenserhaltende Basismaßnahmen durch, z.B. Herz-Lungen-Wiederbelebung, Lagerung des Patienten, Betreuung, blutstillende Maßnahmen und vieles mehr.

Eine wichtige Aufgabe ist auch die frühe Rückmeldung an die Leitstelle, welche Rettungsmittel und welche weiteren Rettungskräfte je nach Lage vor Ort noch gebraucht werden.

Seit nunmehr sieben Jahren sind die Helfer auch mit Defibrillatoren ausgestattet und in dieser Zeit konnten über 1.200 erfolgreiche Reanimationen durchgeführt werden.

Lange bevor in anderen Kreisverbänden von einem Helfer vor Ort-System gesprochen wurde, hatte das DRK im Lenninger Tal diese Idee bereits schon umgesetzt. Im Jahr 1986 wurde die sogenannte "Tälesrettung" aus der Taufe gehoben.

Als die ersten Schritte getan wurden, glaubte noch niemand daran, dass diese Einrichtung aus dem Lenninger Tal wegweisend für die heute flächendeckende Erstversorgung durch ehrenamtlich Aktive wird.

Lange Anfahrtswege auf die Albhochfläche, von den Rettungswachen-Standorten Kirchheim bzw. Nürtingen, bedeuteten auch oft lange Wartezeiten für die Betroffenen. Um dieses Manko auszugleichen, entstand die Idee, ein so genanntes "Vorauskommando" direkt im Lenninger Tal zu etablieren.

Dieses Leistungsangebot wurde, wie auch heute noch, aus rein ehrenamtlicher Arbeit betrieben.

Die Helfer der ersten Stunde waren Karl und Georg Preu, Dieter Beuttel, Bernhard Kazmaier, Rainer Baumann und Markus Müller. 

Sie stellten bei einem entsprechenden Notfall die qualifizierte Erstversorgung sicher. Je nach Verfügbarkeit der regulären Rettungsdienstkräfte wurden die Patienten entweder diesen übergeben oder man übernahm kurzerhand selber den Transport in die Klinik.

Die offizielle flächendeckende Einführung des HvO-Systems im Altkreis Nürtingen, also unserem Kreisverbandsgebiet, folgte dann einige Jahre später, im März des Jahres 1998.

Besonders Danke sagen möchte ich Georg Preu, Rolf Dubb, Jürgen Briki und Roland Rath, Visionäre der ersten Stunde, die durch ihre ausdauernde Aufbauarbeit maßgeblich zum Gelingen des Systems beigetragen haben.

Die seit dem Jahre 1998 geführte Statistik weist im ersten Jahr 51 Einsätze aus. Zehn Jahre später, 2008, wurden bereits 970 Einsätze gezählt.

Inzwischen werden durch die neun Bereitschaften im Kreisverbandsgebiet 1.250 Einsätze pro Jahr gefahren.

145 gut ausgebildete Sanitäter, Rettungshelfer und Rettungsassistenten aus den Bereitschaften Großbettlingen, Frickenhausen, Kirchheim/Teck, Lenninger Tal, Neckartenzlingen, Neuffen, Nürtingen, Wendlingen und Weilheim sind 24 Stunden pro Tag / 7 Tage die Woche das ganze Jahr bereit, in Not geratenen Menschen schnell und kompetent zu helfen.

Egal ob Tag oder Nacht, Sonne, Regen oder Schnee rücken sie entweder mit ihrem Privat-Pkw oder einem DRK-Einsatzfahrzeug aus.

Wie wichtig der Einsatz der HvO-Helfer sein kann, zeigt die folgende Geschichte unter der Überschrift:

‚Ein Patient - zweimal durch Helfer vor Ort sein Leben gerettet.‘

Hochwang im Januar 2005 an einem Sonntag Nachmittag: 

Diabetes-Patient, 10 Jahre lang mit Tabletten behandelt. Die zunächst vermuteten Grippesymptome entwickelten sich zu einem unstillbaren Durst und extremer Müdigkeit.

Blutzuckerkontrolle: über 530 Milligramm pro Deziliter - Ketoazidose. Nach dem Anruf auf der Leitstelle waren wenige Minugen später die Helfer vor Ort, Bernhard Kazmeier und Rainer Baumann, zur Stelle und leiteten, gerade noch rechtzeitig, die richtigen lebensrettenden Erstmaßnahmen ein, wie von der Intensivärztin im Krankenhaus bestätigt wurde. 

Wären nicht sofort die beiden kompetenten DRK-Sanitäter vor Ort gewesen, der heute 22 Jahre alte Sohn – damals Halbwaise, wäre mit 9 Jahren zum Vollwaisen geworden.

Derselbe Patient:

17. Juni 2013, abends 19:00 Uhr. Der soeben in Frickenhausen erworbene Audi A3 sollte nach Hochwang gefahren werden. In der Ortsdurchfahrt Neuffen überholte eine junge unerfahrene PKW-Lenkerin in einer langgezogenen unübersichtlichen Kurve einen Traktor mit Hänger und prallte frontal in die Fahrerseite des Audi, glücklicherweise "nur" bei Tempo 40. Keine Chance auszuweichen. Jedoch erlitt der Patient einen Unterarmbruch der linken Elle und Speiche sowie eine komplizierte Trümmerfraktur des linken Unterschenkels. Wenige Minuten nach dem Unfall waren die Neuffener HvO-Helfer an der Unfallstelle, versorgten den Patienten und konnten ihn dann schmerzfrei ins Nürtinger Krankenhaus transpor-tieren, wo die Brüche gleich am Montag früh operativ versorgt wurden.

Um eine hohe, gleichbleibende Ausbildung der eingesetzten Kräfte und deren Rechtsstellung zu garantieren, wurde im Februar diesen Jahres das HvO-Gesetz im Innenministerium des Landes Baden-Württemberg verabschiedet.

Darin werden unter anderem die Aufgaben, die Ausrüstung, die Aus- und Fortbildung und die Alarmierung der Helfer geregelt. Festgeschrieben wurde auch, dass nur Organisationen, die sich im Katastrophenschutz engagieren, mitwirken dürfen.

Zusätzlich zu vorgeschriebenen Ausbildungen im Bereich HvO sind die ehrenamtlichen Bereitschaftshelfer in ihren Bereitschaften auch noch bei Sanitätsdiensten, Altkleidersammlungen oder auch als Ausbilder aktiv.

Die schnelle Hilfe im Katastrophenfall, bei Naturkatastrophen, in der Flüchtlingsarbeit, bei Großschadenslagen, Bränden und vielen anderen Einsätzen, zählt ebenfalls zu ihren Aufgaben.

So engagiert sich so mancher Helfer alleine bei HvO-Einsätzen und bei Einsätzen in der Bereitschaft über 100 Stunden jedes Jahr für die Bevölkerung. Dies alles geschieht ohne Bezahlung - die Helfer opfern dafür ihre wertvolle Freizeit.

Die durch die Ausbildung, die benötigten Fahrzeuge, das verwendete Material und die Versicherung entstehenden Kosten werden von den Bereitschaften und vom Kreisverband getragen.

In der Verordnung des Innenministeriums über die Mitwirkung von Helfer-vor-Ort-Systemen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Hilfe ehrenamtlich, freiwillig und unentgeltlich zu geschehen hat.

Deshalb möchte ich nicht versäumen, es anzusprechen, dass wir in diesem Bereich auf Spenden und in erster Linie auch auf Fördermitglieder angewiesen sind, um weiterhin diese wichtige Arbeit für sie fortführen zu können.

All diejenigen, die uns als Fördermitglied unterstützen möchten, können heute den ganzen Tag an unserem Stand einen Fördermitgliedsantrag ausfüllen und bekommen zum Dank ein kleines Erste-Hilfe-Set.

Außerdem verlosen wir um 16:30 Uhr unter allen neuen Fördermitgliedern ein schönes Geschenk.

Wir freuen uns sehr über ihre tatkräftige Mithilfe, sei es als Fördermitglied oder als aktives Mitglied in unseren Bereitschaften. 

Bitte sprechen sie uns einfach an.

Ich möchte mich nochmals recht herzlich bei allen Helfern der letzten zwanzig Jahren, die sich als Helfer vor Ort eingesetzt haben, bedanken.

Ohne ihr ehrenamtliches Engagement wäre diese wertvolle Hilfe in der Notfallrettung nicht möglich.

VIELEN DANK.

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Fotos: Roland Rath

Fotos: Roland Rath

„Drei auf einen Schlag“

Das war unser Helferfest am 06. Mai 2018

(06.05.2018/Roland Rath) „Es ist für mich immer wieder eine Freude, von Stuttgart aus zu einer Veranstaltung des Kreisverbandes Nürtingen-Kirchheim/Teck vom Deutschen Roten Kreuz in das romantisch und vor der „blauen Wand“ liegende Owen zu fahren“, so die Aussage von Dr. Lorenz Menz, Präsident des DRK Landesverbandes Baden-Württemberg. Er sagte weiter: „Das ist nun mein dritter Besuch hier in Owen und jeder Besuch galt etwas ganz Besonderem. Erst war da der Spatenstich zum Bau des Katastrophenschutz-Zentrums, dann zu dessen Einweihung und nun zu gleich zwei sich besonders hervorhebenden Ereignissen: „20 Jahre Helfer vor Ort“ und „Übergabe des neuen ELW 2“.

Das Rote Kreuz und dessen Ehrenamtlichen luden zu ihrem diesjährigen Helferfest nach Owen ein und trotz der fast hochsommerlichen Temperaturen folgten wieder viele Gäste dieser Einladung. Nach der Begrüßung von Dr. Lorenz Menz, den Vertretern aus Politik und den befreundeten Organisationen, der Gäste und allen Ehrenamtlichen durch Rolf Siebert, DRK Kreisverbandsvorsitzender, galt ein besonderer Gruß den Eheleute Ernst und Anita Tscheulin, ohne deren Spende des Baugrundes die Realisierung des lang gehegten Traumes eines eigenen „Katastrophenschutz-Zentrum“ nicht möglich gewesen wäre. Am Ende seiner Rede richtete er einen besonderen Dank an alle, welche im Hintergrund zum Gelingen dieses Helferfestes beigetragen haben.

Nach den Grußworten und den ausführlichen Berichten zu „20 Jahre Helfer vor Ort“ durch Heike Gönninger, Kreisbereitschaftsleiterin, und „Übergabe des neuen ELW 2“ durch Andreas Schober, Kreisbereitschaftsleiter (hierzu berichten wir in Kürze an gleicher Stelle und getrennt) hatten alle Gäste die Möglichkeit, das Katastrophenschutz-Zentrum sowie das reichlich ausgestellte Einsatzequipment genau unter die „Lupe“ zu nehmen und die Einsatzkräfte der entsprechenden Fachdienste ein „Loch in den Bauch“ zu fragen.

Feierlich umrahmt wurde die Feierstunde durch Georg Lawall, Gitarrist und Komponist. Für das leibliche Wohl sorgte der Verpflegungszug Tischardt von Bereitschaft Frickenhausen.

Es gäbe noch viel zu sagen - besser gesagt, zu schreiben - aber lassen wir doch einfach die Bilder sprechen:

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Fotos: Roland Rath

Fotos: Roland Rath

Kreisentscheid des JRK im DRK Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V.

Foto: Roland Rath

Die Sieger kommen vom Jugendrotkreuz Linsenhofen und Neidlingen

Foto: Roland Rath

(28.04.2018/Roland Rath) Der diesjährige Kreisentscheid des Jugendrotkreuzes (JRK) im DRK Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. fand am 28.04.2018 im Peter-Härtling-Privatgymnasium Nürtingen eG in Nürtingen statt. Als Sieger in der Stufe 1 (10 bis 12 Jahre)  hat sich die JRK Gruppe Linsenhofen unter der Leitung von Stephan Mahler und als Sieger der Stufe 2 (13 bis 16 Jahre) die JRK Gruppe Neidlingen unter der Leitung von Anneliese Bosler und Christiane Kuch erfolgreich zur Teilnahme am diesjährigen JRK-Landesentscheid qualifiziert. Herzliche Gratulation hierzu.

Nach, wer weiß wieviel Stunden des Übens und der Vorbereitung, war es heute für die jeweils 3 Teilnehmergruppen der Stufe 1 und 2 sowie des Organisationsteam unter Leitung von Ines Bauer, Dipl.-Sozialarbeiterin (FH) und Jugendreferentin endlich soweit. Pünktlich um 8:30 Uhr begrüßte Sandra Kottler, Wettbewerbsleiterin und stellvertretende Kreisjugendleiterin, und Mathias Schmollack, Kreisjugendleiter,  alle Wettbewerbsgruppen, die Helfer aus den Reihen der Schulsanitätsgruppe des Peter-Härtling-Privatgymnasiums sowie alle eingesetzten Schiedsrichter/innen unter der Fachkundigen Leitung von Stefan Wiedemann, die Gruppenbetreuer und den Vertreter des „Rechenzentrums“, Clement Patz. Sie wünschten allen viel Spaß und eine erfolgreiche Teilnahme.

Der Startschuss war somit gefallen und die Vorfreude und Anspannung war den Teilnehmern ins Gesicht geschrieben. Wer nun denkt: naja, so schwer kann das ja beim JRK alles nicht sein, den möchte ich warnen. Immerhin kamen die zu lösenden Aufgaben aus den Bereichen:

Erste Hilfe und Notfalldarstellung

bestehend aus einer Kombination von Erste Hilfe – Gruppenaufgaben und Notfalldarstellung. Bei der Notfalldarstellung besteht die Aufgabe darin, Verletzungen und/oder akute Erkrankungen möglichst realistisch zu „schminken“ und auch mimisch darzustellen.

Rotkreuzwissen

Hier werden in erster Linie Themen aus den satzungsgemäßen Aufgaben des Roten Kreuzes sowie des Jugendrotkreuzes, wie zum Beispiel: Gesundheitserziehung, Verkehrserziehung, Rotkreuzabkommen, Entwicklungshilfe, Katastrophen- und Umweltschutz, gestellt.

Soziales Engagement

Bei diesem Thema werden entweder praxisnahe Projektaufgaben im sozialen Feld oder Aufgaben zu den aktuellen JRK-Kampagnen gestellt.

Sport und Spiel

angesiedelt sind hier Geschicklichkeitsspiele, Sportaufgaben oder Kombinationsaufgaben.

Kreativaufgabe

Für alle Stufen werden Aufgaben festgelegt, welche entweder als darstellendes Spiel (Tanzen, Singspiel, Pantomime, Sketch, usw.) oder als kreatives Gestalten (Collagen, Werkstück etc.) erarbeitet werden können und die gestellten Aufgaben aus den genannten Bereichen, sie waren wirklich nicht immer einfach.

So musste zum Beispiel im Bereich der Ersten Hilfe und Notfalldarstellung unter den kritischen Augen der Schiedsrichter eine Verletzung an einer Ferse richtig geschminkt und vom Verletztendarsteller natürlich auch realitätsnah „gespielt“ werden. Der Rest der Wettbewerbsgruppe hatte dann die Aufgabe, entsprechende Erste Hilfe zu leisten. Hätte man diese Aufgabe vom Klassenzimmer auf die Straße verlegt, es wäre sicherlich der eine oder andere Passant erschrocken und hätte gedacht, das ist wirklich was passiert. Es ist immer wieder  bewundernswert, wie die Jugendrotkreuzler/innen trotz dieser Stresssituation fast an alles denken. Natürlich unterlaufen kleine Fehler, aber ein Verband muss schließlich nur halten und keinen Schönheitspreis bekommen. Dies galt natürlich auch bei der Versorgung einer Verletzung am Auge. Hier war darauf zu achten, dass eine sterile Wundauflage aufgelegt, dann beide Augen verbunden werden mussten und der Verletzte ab diesem Zeitpunkt, da er ja durch den Verband so gut wie „blind“ war, nicht mehr alleine gelassen werden durfte.

Gegen 12:30 Uhr war es dann soweit. Alle Wettbewerbsaufgaben waren gemeistert und die Anspannung wich nun einem gespannten Warten auf das endgültige Ergebnis aus dem Rechenzentrum. Um diese Wartezeit zu überbrücken und kurzweilig zu halten, wurde alle zu einem kleinen Mittagessen, welches unter der Leitung von Uwe Bantleon durch die Bereitschaft Nürtingen vom DRK Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. vorbereitet und serviert wurde, eingeladen. Nachdem sich alle satt gegessen hatten, war man am Ziel –  der Siegerehrung – angekommen.

Siegerehrung

Zu Beginn der Siegerehrung gratulierte Mathias Schmollack allen Wettbewerbsgruppen, welche sich durch ihre gezeigte Leistung eigentlich alle als Sieger fühlen dürften.  Hier nun die erreichten Platzierungen:

Stufe 1

 

  • Platz 1 – JRK Linsenhofen unter der Leitung von Stephan Mahler
  • Platz 2 – JRK Lenningen unter der Leitung von Lara Brugger 
  • Platz 3 – JRK Wendlingen unter der Leitung von Toni Reina

Stufe 2

 

  • Platz 1 – JRK Neidlingen unter der Leitung von Anneliese Bossler und Christiane Kuch
  • Platz 2 – JRK Weilheim unter der Leitung von Anna-Lena Schober
  • Platz 3 – JRK Linsenhofen unter der Leitung von Tilman Bahr

Abschließend bedankte sich Mathias Schmollack bei allen aktiven Teilnehmern, bei den Schiedsrichtern, bei der Verpflegungsmannschaft, dem Rechenzentrum sowie bei allen, welche im Hintergrund zum Gelingen dieses Wettbewerbes beigetragen haben. Ein ganz besonderer Dank für die gezeigte Unterstützung ging an Frau Dr. Yoka Kaup (Schulleiterin am Peter-Härtling-Privatgymnasium Nürtingen), Mareike Heissler (Lehrerin) sowie an die Schulsanitätsgruppe des Peter-Härtling-Privatgymnasium Nürtingen. 

Kleine Anmerkung am Rande

Trotz des Wettbewerbsstresses sah man viele lachende Gesichter. Im Rahmen von lockeren Gesprächen viel besonders auf, mit welcher Ernsthaftigkeit und Überzeugung die Mitglieder des JRK bei der Sache sind und welche Sozialkompetenz sie bereits mitbringen.

Weitere Informationen

zu den Angeboten des JRK im DRK Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. sind auf der  eigenen Internetseite des Jugendrotkreuzes: www.jrk-online.de zu finden.

 

Weitere Impressionen:

Fotos: Roland Rath

Fotos: Roland Rath

Wir sind immer da, wo und wenn man uns braucht

Foto: Roland Rath

- DRK Hauptversammlung in Kirchheim/Teck bei sommerlichen Temperaturen

(20.04.2018/Roland Rath) Am Freitag, den 20. April 2018 lud die Bereitschaft Kirchheim unter Teck vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. zu ihrer diesjährigen Hauptversammlung ein und berichtete in kurzweiliger Form über das erfolgreiche Jahr 2017. Hierbei konnte festgestellt werden, dass der größte sanitäts- und rettungsdienstliche Einsatz seit Bestehen des DRK Kreisverbandes mit weit über 500 Betroffenen und Verletzten am 07. April 2017 in Kirchheim unter Teck unter anderem unter Mitwirkung der DRK Einsatzkräfte der Bereitschaft Kirchheim/Teck erfolgreich bewältigt werden konnte.

Nun aber in Kürze und der Reihe nach:

Die DRK Bereitschaft Kirchheim/Teck lud am vergangenen Freitag herzlich zu ihrer Hauptversammlung in die Räumlichkeiten des DRK-Seniorenzentrum Fickerstiftes im Kurt-Stocker-Haus nach Kirchheim unter Teck ein. Dass trotz der sommerlichen Temperaturen viele dieser Einladung folgten konnte man deutlich daran erkennen, dass sich bereits während des „Einlasses“ abzeichnete, dass weitere Stühle benötigt werden würden. Für Stefan Wiedemann, Geschäftsführer der DRK-Seniorenzentren, kein Problem. Im „Handumdrehen“ waren die Stühle besorgt und aufgestellt, so dass alle Gäste und Besucher einen Sitzplatz fanden. Nach der Begrüßung der Gäste und den Sitzungsteilnehmer/innen durch Dr. med. Jürgen Berghold, Ortsvereinsvorsitzender, gegen 19:00 Uhr gedachte man als Erstes den, in 2017 verstorbenen Kameradinnen und Kameraden:

Klara Burkhardt, Gisela Schurer, Wilhelm Pillich und Richard Robitschko.

Anschließend lauschten Alle dem Jahresbericht 2017 zu den Themen: Bereitschaftsarbeit, Blutspende, Katastrophenschutz, Sanitätsdienst, Breitenausbildung und interne Aus- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen, welcher durch Susanne Preu ,Bereitschaftsleiterin, in gewohnt lockerer Art und mit Bildern und Zahlen unterlegt, vorgetragen wurde. Eine kurze Zusammenfassung der Zahlen finden Sie am Ende des Berichtes.

Helfer vor Ort

Über diesen sehr erfolgreichen Baustein aus der Reihe der Hilfesysteme des Kreisverbandes Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. vom Deutschen Roten Kreuz, welcher dieses System gegen diverse Widerstände als erste Organisation flächendecken eingeführt hat, berichtete Georg Preu, unter anderem einer der Gründungsväter, ausführlich.

Er machte darauf aufmerksam, dass der Grundstein zu dieser Idee eigentlich schon im Jahre 1986 durch die Einführung der sogenannten "Tälesrettung" als Leuchtturmprojekt landesweit gelegt wurde. Hierzu wurde ein RTW zu der Bereitschaft Lenninger Tal vom Deutschen Roten Kreuz zur Unterstützung des Regelrettungsdienstes ausgelagert und durch entsprechend ausgebildete ehrenamliche „Rotkreuzler“ besetzt. 

Dass seit der Einführung des HvO-Systems ca. 15.000 Patienten noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes geholfen werden konnte, zeigt überdeutlich, dass die Einführung dieses Systems richtig und wichtig war. Alleine im vergangenen Jahr wurden die HvO´s der Bereitschaft Kirchheim/Teck, obwohl ja in Kirchheim eine Rettungswache steht, zu 55 Einsätze alarmiert.

Helfen macht Spaß: Jugendrotkeuz in unserem Ortsverein

Im Rahmen seiner Berichtserstattung machte Sascha Geißler, Gruppen- und Jugendleiter in Kirchheim/Teck, darauf aufmerksam, dass im Jugendrotkreuz Erste Hilfe mehr als Pflaster kleben ist. Engagement im Schulsanitätsdienst, Unfallverhütung, Schminken bei der realistischen Unfalldarstellung und spannende Wettbewerbe - all das gehört mit dazu. Gemeinschaft, Teamgeist und Spaß: Auch dafür steht das JRK in Kirchheim/Teck. Ob in den Gruppenstunden oder auf gemeinsamen Fahrten oder bei Wettbewerben, bei uns wird viel gelacht. Um noch mehr Lachen zu können werden nun dringend weitere „Mitmacher/innen“ gesucht.

Kassenbericht und Entlastung

In seiner unnachahmlichen Art wurde durch Michael Heckel, Ausbildungsleiter und Kassier, über das Kassenjahr 2017 berichtete.Er gab bekannt, dass die Kasse geprüft und das vergangene Jahr in der Gesamtbilanz mit einer schwarzen Null abgeschlossen werden konnte. In diesem Zusammenhang bedankte er sich noch bei allen Spendern auf das Herzlichste. Nun war die Zeit der Entlastung, welche auf Antrag einstimmig erteilt wurde, gekommen.

Grußworte

Gemäß der Tagesordnung waren nun die Grußworte an der Reihe. Karl Zimmermann, MdL, Andreas Schober, DRK Kreisbereitschaftsleiter und Klaus Rau, DRK Kreisgeschäftsführer, ließen es sich unisono nicht nehmen, lobende und wertschätzende Grußworte an die Versammlung sowie an die Rotkreuzler und ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bereitschaft Kirchheim zu richten. Dass ein Lob und ein damit verbundenes Dankeschön, welches ja im Alltag nicht gerade sehr reichlich zu hören ist, den ehrenamtlichen „Rotkreuzler“ gut getan hat, dass konnte man sehr deutlich in den Gesichtern dieser sehen.

 Im Rahmen seines Grußwortes ging Andreas Schober unter anderem nochmals auf den Großeinsatz an einem Gymnasium in Kirchheim/Teck ein und erläuterte ausführlich den Ablauf dieses Einsatzes, zu welchem der Alarm gegen 11:30 Uhr eingegangen ist. Die Alarmierung der Einsatzgruppen erfolgte gemäß dem entspre-chenden Alarmplan/Alarmstichwort für ein Schadensereignis dieser Art. Gegen 15:00 Uhr konnte der Einsatz mit dem Ergebnis, dass:

  • 70 Schüler ärztlich untersucht und
  • 42 Verletzte zur weiteren Untersuchung und ggf. Behandlung in die umliegen den Krankenhäuser gebracht wurden.
  • 400 Schüler konnten unverletzt nach Hause entlassen oder den Eltern überstellt werden.

erfolgreich beendet werden. Hierfür bedankte sich Andreas Schober nochmals bei allen Einsatzkräften aller Hilfsorganisationen auf diesem Wege nochmals.

Ehrungen

Nun war es an der Zeit, einmal Dankeschön zu sagen. Andreas Schober, Susanne Preu und Thomas Haug bedankten sich für das gelebte ehrenamtliche Engagement und all seinen vielen kleinen Selbstverständlichkeiten mit der Übergabe der jeweils entsprechenden Urkunde und Auszeichnungsspange, sowie einem kleinen Geschenk und einem kräftigen Händedruck.

Geehrt wurden:

  • für 5 Jahre: Chris Güntner und Giuseppe Luberto
  • für 35 Jahre: Dr. Dietmar Seegers
  • für 45 Jahre: Elisabeth Höfer
  • für 55 Jahre: Dieter Uhlmann

Ein weiteres Dankeschön, verpackt in liebe Worte erhielt auch

das Team, welches einen „alten Anhänger“ zu einem fast als Neu zu bezeichneten Betreuungsanhänger unter der Leitung von Patrick Schlor um- und ausgebaut hat.

Zu guter Letzt

Nachdem trotz den fast hochsommerlichen Temperaturen alle so vorbildlich durchgehalten haben, bedanke sich die Bereitschaftsleitung bei allen Gästen und Sitzungsteilnehmern für ihren Besuch und besonders bei all denjenigen, welche im Hintergrund zum Gelingen dieser Sitzung beigetragen haben.

Abschließend folgte traditionell noch das gemütliche Beisammensein, bei dem sich trotz oder gerade wegen den sehr lecken Schnittchen (ich hab die „Fleischküchle, obwohl sie dieses Mal unter Salatblättchen versteckt waren, trotzdem gefunden) und den Kaltgetränken die Gelegenheit für nette und sehr interessante Gespräche ergab.

Hier nun auszugsweise noch die versprochenen Zahlen:

  • 102 Mitglieder, davon 43 weiblich und 59 männlich
    1 Neumitglied
    2 Anwärter
    1 Austritt
  • 31 HvO-Einsatzkräfte = ca. 48 Einsatzstunden
  • 22 Sanitätseinsätze incl. SEG = ca. 510 Einsatzstunden 
  • 68 Sanitätsdienste = ca. 1.400 Einsatzstunden
  • 2.853 Fördermitglieder
  • 12 Aus- und bereitschaftsinterne Fortbildungen = ca. 460 Stunden
  • 18 Teilnehmer bei 9 externer Lehrgängen teilgenommen = ca. 340 Stunden
  • 9 Blutspendetermine – 1.013 Blutkonerven = ca. 600 Einsatzstunden

Das typisch alltägliche, wie zum Beispiel: Material- und Fahrzeugpflege, Rüstzei-ten, Einkauf, Besprechungstermine intern und extern, Büroarbeit und vieles mehr sind in dieser Auflistung natürlich nicht enthalten.

Fotos: Roland Rath

Bilder: Roland Rath

17. Weilheimer Kirschblütentag und es scheint,

Foto: Roland Rath

als strahlten die Rotkreuzler mit den Kirschbäumen um die Wette

(15.04.2018/Roland Rath) Jedem Gast, der es beim Besuch des 17. Weilheimer Kirschblütentages wagte, seinen Blick vom Smartphone abzuwenden und einfach nur mal in die Natur zu schauen, wird aufgefallen sein, dass sich da was verändert hat. Die Kirschblüte hat begonnen und man könnte meinen, dass die Kirschbäume im Raum Weilheim und Neidlingen um die Wette blühen würden. Für das leibliche Wohl der Besucher war bestens gesorgt und um die kleinen und größeren „Wehwehchen“ kümmerten sich liebevoll die Einsatzkräfte der Bereitschaft Weilheim/Teck vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V..

Die Stadt Weilheim lud heute zu ihrem 17. Weilheimer Kirschblütentag ein und was soll ich sagen, dass Städtchen war voll und rund um Weilheim sah man sehr viele „Wandergruppen“, welche das umfangreiches Programm mit seinen zahlreichen Aktivitäten wohl gerne angenommen haben. Eigentlich kein Wunder, denn die Natur scheint in den letzten Tagen förmlich explodiert zu sein und ein süßer Duft umweht die Nase. Der Frühling hat nun endlich begonnen und über die sonnenbeschienen Wiesen strahlt ein Meer von weißen Kirschblüten um die Wette. Das Herz jubiliert, wenn man sich die Zeit nimmt, dort spazieren zu gehen. Nur, man muss es bald tun. Sollte das Wetter so bleiben wie es ist, ist es schon in wenigen Tagen mit dieser herrlichen Kirschblüte aus und vorbei.

Und was machten nun die Einsatzkräfte der Bereitschaft Weilheim/Teck?

Sie standen von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr am DRK Info-Stand für alle Fragen der Besucher rund um das Deutsche Rote Kreuz sowie des Kirschblütentages zur Verfügung und fast so ganz nebenbei übernahmen sie noch die sanitätsdienstliche Betreuung des Kirschblütentages.

Bis zu meinem Besuch um 15:00 Uhr wurden im Einsatztagebuch bereits vermerkt:

  • 1 ambulante, sanitätsdienstliche Versorgung eines gestürzten Radfahrers
  • 2 ambulante, sanitätsdienstliche Versorgungen von div. Schürfwunden

Alles scheinbar nur kleine Selbstverständlichkeiten
– doch, sind sie das wirklich?

Nur gut, dass es euch „Rotkreuzler“ gibt – Danke!

weitere Impressionen der Veranstaltung:

Fotos: Roland Rath

Fotos: Roland Rath

Wir sagen Danke

Foto: Roland Rath

Danke für ihre „Schätzchen“ aus dem Kleiderschrank

(07.04.2018/Roland Rath) Es ist mal wieder geschafft und die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bereitschaften: Frickenhausen, Großbettlingen, Lenninger Tal, Neckartenzlingen, Neuffen, Weilheim und Wendlingen vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck möchten sich auf diesem Wege für Ihre Kleiderspende und ihr dadurch gezeigtes Vertrauen recht herzlich bedanken.

Am heutigen Sammeltag gegen 15:20 Uhr war es soweit. 105 ehrenamtliche Rotkreuzler/innen und ca. 15 „Jugendrotkreuzler“ sorgten mit 58 Sammelfahrzeugen in ca. 680 Einsatzstunden dafür, dass auch diese Frühjahrssammlung mal wieder ohne jegliche Schäden erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Nun mussten die Sammelfahrzeuge und das Einsatzequipment nur noch wieder auf „Vordermann“ gebracht werden und dann war für alle endgültig Dienstschluss.

Wer jetzt denkt, eine solche Altkleidersammlung wäre so ganz nebenbei flächendeckend zu organisieren und durchzuführen, der täuscht sich gewaltig. Die bereits als traditionell anzusehenden Sammeltermine bedeuten immer eine große organisatorische Herausforderung für die teilnehmenden Bereitschaften. So müssen unter anderem die Sammelsäcke zur Verteilung gebracht werden. Auch die Organisation des benötigten ehrenamtlichen Personals, die Verpflegung, die Sammelgebietsaufteilung sowie der benötigten Sammelfahrzeuge und Ladeflächen darf nicht vergessen werden.

Am Sammeltag, pünktlich um 8:00 geht es los und es ist darauf zu achten, dass ja keine Straße, sei sie auch noch so klein und auch keine Kleiderspende, welche pünktlich an den Straßenrand gestellt wurde, übersehen oder gar vergessen werden.

Das Wetter spielte auch diesmal wieder vorbildlich mit und die Verpflegung unter dem Motto „ohne Mampf kein Kampf“, sie stimmte auch.

Doch ohne ihre „Schätzchen aus den Kleiderschränken und den Truhen“, von welchen man ja nicht so einfach trennt, wäre alles nichts.

Aus diesem Grunde möchten sich die teilnehmenden Bereitschaften und die Sammelteams vom Deutschen Roten Kreuz recht herzlich bei allen Spendern sowie bei den Firmen und Personen, welche die Sammelfahrzeuge kostenneutral zur Verfügung stellten, nochmals recht herzlich bedanken.

Ein kleiner Wehrmutstropfen blieb auch diesmal leider nicht aus. Mehrere „Wegelagerer“ wurden beim Diebstahl von Sammelsäcken beobachtet, was natürlich umgehend zur Anzeige gebracht wurde.

Übrigens: schön wäre es, wenn Sie das Rote Kreuz auch bei seiner nächsten Altkleidersammlung am 06. Oktober 2018 durch das Überlassen ihrer „Schätzchen aus den Kleiderschränken und den Truhen“ wieder tatkräftig unterstützen würden.

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Asthma - Wenn atmen zur Qual wird

Foto: Roland Rath

Großbettlinger Informationsveranstaltungen

08.03.2018/Roland Rath) Das das Thema: Asthma – wenn Atmen zur Qual wird, auf ein breites Interesse stößt, zeigte der sehr gut belegte Ausbildungsraum vom Deutschen Roten Kreuz, Bereitschaft Großbettlingen. Dr. med. Jan Steinborn, Internist und Facharzt für Allgemeinmedizin in Großbettlingen verstand es, die Gäste in einer sehr verständlichen Sprache in kürzester Zeit in seinen Bann zu ziehen. Im Rahmen seines Vortrages klärte er über die möglichen und vielseitigen Ursachen und Risikofaktoren, welche zu Asthma führen können sowie über aktuelle Behandlungsmöglichkeiten auf.

Dass die Organisatoren der bereits traditionell stattfindenden "Großbettlinger Informationsveranstaltungen" der Sozialarbeit des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. unter Leitung von Erich Hogen (Kreissozialleiter) und Frank Schaich, Bereitschaftsleiter bei der DRK Bereitschaft Großbettlingen mit der Auswahl des Themas sowie des Referenten mal wieder den „Nagel auf den Kopf“ getroffen haben, das zeigte sich deutlich an dem gut besetzten Ausbildungsraum und der Anzahl der Gäste.

Statistisch gesehen, ist bedauerlicherweise Asthma bereits für fast 5 % der Erwachsenen und 7 bis 10% der Kinder und Jugendlicher Grund dafür, dass sie ihren Hausarzt aufsuchen müssen oder sich bereits in ärztlicher Behandlung befinden. Man könnte fast annehmen, dass dieses Krankheitsbild in Deutschland auf dem „Vormarsch“ ist.

In einer sehr verständlichen Sprache klärte Dr. med. Jan Steinborn, Internist und Facharzt für Allgemeinmedizin in Großbettlingen unter anderem darüber auf, dass bei Asthmatikern in der Regel eine ständige Entzündungs- und Abwehrbereitschaft in den unteren Atemwegen (Bronchien und Bronchiolen), die durch bestimmte Einflüsse noch verstärkt werden können, herrscht. In diesem Zusammenhang machte auf die

möglichen Ursachen,

wie zum Beispiel: allergischem, nicht-allergischem Asthma und einer polygen vererbten Veranlagung aufmerksam. In diesem Zusammenhang wurde beobachtet, dass Kinder, deren beide Eltern von allergischem Asthma betroffen sind, ein 60- bis 80-prozentiges höheres Risiko, an Asthma zu erkranken, haben.

möglichen Behandlungsmethoden,

wie zum Beispiel: Behandlung akuter Symptome durch Medikamente, Hyposensibilisierung und einer spezifischen Immuntherapie. Am einfachsten wäre es natürlich bei einem allergischen Asthma den Allergenen, wie zum Beispiel: Pollen (Heuschnupfen), Hausstaubmilben, Tierhaaren, Schimmelpilze, Nahrungsmittel und viele mehr, aus dem Wege zu gehen. Doch so einfach ist das im täglichen Leben nicht.

aufmerksam.

Abschließend und fast in einem Nebensatz versteckt, machte Dr. med. Jan Steinborn noch darauf aufmerksam, dass Kinder, welche im ländlichen Raum mit Kontakt zu Tieren aufwachsen oder ganz einfach noch „draußen im Dreck“ spielen dürfen, statistisch gesehen, seltener an Asthma erkranken.

Sollte uns dieser Satz, auch zum Wohle unserer Kinder, eigentlich nicht zum Nachdenken bewegen.

Mit einem langanhaltenden Beifall bedankten sich die Zuhörer bei Dr. med. Jan Steinborn für seinen sehr kurzweiligen und verständlichen Vortrag. Wie versprochen, wurde nun die etwas länger dauernde Fragerunde eröffnet. Fragen über Fragen und alle wurden ausführlich durch Dr. med. Jan Steinborn gerne und persönlich beantwortet.

Am Ende der "Großbettlinger Informationsveranstaltungen" bedankten sich Erich Hogen und Frank Schaich bei Dr. med. Jan Steinborn mit einem kleinen Gastgeschenk und bei allen Teilnehmern und im Hintergrund tätigen Protagonisten, welche trotz der bestehenden Grippewelle den Weg nach Großbettlingen gefunden haben.

Anfragen richten Sie bitte per E-Mail an:
Anja Heidler-Michalec
Koordinatorin Ehrenamtliche Sozialarbeit
anja.heidler.michalec[at]kv-nuertingen.drk[dot]de

Erich Hogen – Kreissozialleiter - erich.hogen[at]kv-nuertingen.drk[dot]de
Frank Schaich – Bereitschaftsleiter – f.schaich[at]freenet[dot]de

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DRK-Projekt „Herzenswunsch“ erhält Spende

HELLER - Mitarbeiter engagieren sich für soziale Projekte

Foto: Roland Rath

(08.03.2018/Klaus Rau) Ein „Herzenswunsch“ der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nürtinger Werkzeugmaschinenherstellers HELLER war es, den Erlös aus einem Firmen Familientag für soziale Projekte zu spenden. 750,-- € erhielt dabei das Projekt „Herzenswunsch“ des DRK-Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/T. e.V. Im Beisein von Klaus Winkler, Vorsitzender der Geschäftsführung von HELLER, fand am 08. März am Firmensitz in Nürtingen die Scheckübergabe an die Vertreter der bedachten Projektträger statt.

Drei Spendenschecks in Höhe von insgesamt 2790,-- € haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nürtinger Werkzeugmaschinenherstellers HELLER gestern Vormittag an die Vertreter sozialer Hilfsprojekte übergeben. Das Geld hatten sie durch den Verkauf von Getränken am Familientag des Unternehmens erwirtschaftet. Die traditionell alle drei Jahre stattfindende Veranstaltung haben im  Oktober 2017 rund 3000 Gäste besucht. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Firma bot sich dabei unter anderem die Möglichkeit, sich in lockerer Atmosphäre zu treffen und Angehörigen einen Einblick in ihre Arbeitswelt zu gewähren. „Der Familientag findet immer sehr regen Zuspruch“, so der HELLER Marketingleiter Marcus Kurringer bei der offiziellen Scheckübergabe. Dass die Gäste sowohl in Werk 1 als auch in Werk 2 zahlreiche Attraktionen erleben und kulinarisch gut versorgt werden konnten, sei nicht nur externen Dienstleistern, sondern auch dem Engagement vieler HELLER Abteilungen zu verdanken.

Stolze 750 Euro kamen beim HELLER Familientag in der so genannten „Weinlaube“ zusammen, in der ein Team der HELLER Personalabteilung Wein und Most aus eigener Herstellung verkaufte. Die drei Hauptorganisatorinnen Sabine Holzmann, Ursula Handel und Brigitte Schnizler entschieden, den Verkaufserlös für das Projekt „Herzenswunsch“ des DRK- Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. zu spenden. Mit der Erfüllung ihres Herzenswunsches soll älteren und kranken Menschen die Möglichkeit geboten werden, noch einmal etwas für sie ganz persönlich Wichtiges zu tun, was ihnen ohne die Hilfe der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK nicht mehr möglich wäre.

DRK- Kreisverbandsvorsitzender Rolf Siebert, DRK-Kreissozialleiter Erich Hogen, DRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Rau und Anja Heidler-Michalec, hauptamtliche Koordinatorin der Sozialarbeit im Kreisverband, zeigten sich bei der Spendenübergabe sehr erfreut über die großzügige Spende und dankten den Mitarbeiter/Innen der Firma HELLER für ihr großes Engagement am Familientag und deren Entscheidung den Erlös der „Weinlaube“ für das DRK- Projekt „Herzenswunsch“ zur Verfügung zu stellen.

KSL Erich Hogen informierte in seinen Dankesworten über weitere Projekte der ehrenamtlichen Sozialarbeit im DRK-Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/T. e.V.. Beispielhaft für einen „Herzenswunsch“, der mit Hilfe der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK erfüllt werden konnte, schilderte Hogen den Besuch eines schwer kranken, an den Rollstuhl gebundenen Mannes der Stuttgarter Wilhelma, der ohne „Herzenswunsch“ wohl für immer verwehrt geblieben wäre. Alle die auch einen „Herzenswunsch“ haben und vor allem auch Angehörige und Freunde, die einen „Herzenswunsch“ erfüllen möchten, dürfen sich gerne an den DRK- Kreisverband Nürtingen (Frau Heidler-Michalec, Tel: 07022-7007-29) wenden.

Aus dem Getränkeverkauf der Firma HELLER kamen am Familientag weitere 2.040,-- € zusammen. Der Betrag  wurde auf zwei Einrichtungen verteilt. 1.020,-- € spendete das Organisationsteam an den Häuslichen Kinder- und Jugendhospizdienst in Kirchheim/Teck, der sich um Familien mit schwer erkrankten Angehörigen sowie um trauernde Familien kümmert. Den zweiten Scheck in Höhe von ebenfalls 1.020,-- € bekam der Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V.

Auch Klaus Winkler, Vorsitzender der Geschäftsführung von HELLER, zeigte sich sehr erfreut, dass die ehrenamtlich engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei HELLER die Idee hatten, ihren Verkaufserfolg beim Familientag für andere Menschen einzusetzen. Er, sowie die Vertreter der Hilfsprojekte bedankten sich während der Scheckübergabe bei allen fleißigen Helferinnen und Helfern sowie den Teams im Hintergrund. Diese hatten sich im Übrigen bereits vor drei Jahren für gute Zwecke engagiert.  

 

Langjährige Mitarbeiter beim DRK für 260 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt

Leider nicht auf dem Bild der Jubilare: Recep Arziman, Bettina Becher, Heike Döppner, Karl-Michal Gottschall, Ursula Kurz, Andrej Sinicyn und Adolf Wendelberger

Foto: Roland Rath

Ein sehr seltenes Gut ist heute die Beständigkeit

(28.02.2018/Roland Rath) „Ein sehr seltenes Gut in unserer heutigen schnelllebigen und dem stetigen Wechsel unterworfenen Zeit ist die Beständigkeit“, sagte Rolf Siebert zu den 23 Jubilaren im Rahmen des Neujahrsempfanges für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beim Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. am Mittwoch, den 27.02.2018.

Als kleines und von Herzen kommendes Dankeschön für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr, lud der Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. vom Deutschen Roten Kreuz alle seine hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu seinem bereits tradionellen Neujahrsempfang in die Räumlichkeiten des Kreisverbandes recht herzlich ein. 

„Es ist an der Zeit, einfach mal kurz inne zu halten um Danke zu sagen. Danke für die geleistete Arbeit und den vielen kleinen „Selbstverständlichkeiten“, welche im vergangenen Jahr  gemeinsam erfolgreich gemeistert wurden“, sagte Rolf Siebert, Kreisverbandsvorsitzender beim Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. vom Deutschen Roten Kreuz. Er sagte weiter: „Freundliche, talentierte und tatkräftige Angestellte wie Sie sind äußerst begehrt, aber sehr rar gesät. Aus diesem Grunde sind Wir stolz und geehrt, Sie seit all den Jahren in unserem Team zu haben!“

Am Ende seiner kurzen Ansprache ließ er auch das vergangene Jahr nochmals kurz Revue passieren und wagte auch einen Blick in die nähere Zukunft. Als Selbstverständlichkeit ließ er es sich nicht nehmen, zusammen mit Klaus Rau, Kreisgeschäftsführer, sich bei den Jubilaren persönlich und im Auftrag des Vorstandes recht herzlich für die 260 Jahre Treue zu bedanken. Einen besonderen Dank richtete er auch an die „fleißigen Hände“, welche im Hintergrund zum Gelingen dieser besonderen Veranstaltung beigetragen haben. Anschließend daran wurden alle Jubilare und Gäste zu einem sehr leckeren und schmackhaftem Essen, welches selbst gekocht und köstlich von den Mitgliedern der DRK Kochgruppe Tischardt aufgetischt wurde, eingeladen.

Geehrt wurden für ihre:

  • 5 jährige Betriebszugehörigkeit:
    Manfred Schmid und Reinhold Weimann

  • 10 jährige Betriebszugehörigkeit:
    Recep Arziman, Bettina Becher, Willi Birk, Renate Burde, Isabell und Martin Cyll, Heike Döppner, Karl-Michael Gottschall, Brigitte Janzen, Rainer Kampermann, Joachim Kraus, Ursula Kurz, Roza Roll, Claudia Sigg, Andrej Sinicyn und Adolf Wendelberger

  • 15 jährige Betriebszugehörigkeit:
    Peter Heilmair, Christiane Langecker und Ngoc Hoang

  • 20 jährige Betriebstreue:
    Silvia Ohmenhäuser 

  • 25 jährige Betriebstreue:
    Klaus Roth

weitere Impressionen der Ehrungsveranstaltung:

Fotos: Roland Rath

- Der Islam und seine Trauerkultur und

- der Hygienische Umgang mit Verstorbenen

Foto: Markus Brändli

Zwei wichtige Themen für die DRK Einsatzkräfte des Notfallnachsorgedienstes

(16.02.2018/Roland Rath) Jede der 5 Weltreligionen hat über teilweise Jahrtausende, ihre eigenen Formen und Rituale bezüglich Tod, Bestattung und Trauer entwickelt. Um die Gefühle der Hinterbliebenen bei einem Einsatz nicht zu verletzen, ist es für die Einsatzkräfte des Notfallnachsorgedienstes (NND) vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. überaus wichtig, die entsprechenden Trauerkulturen der Religionen zu kennen. Aus diesem Grunde luden sie bereits am 25. Januar 2018 zu dem Fortbildungsabend - Der Islam und seine Trauerkultur und der Hygienischer Umgang mit Verstorbenen - in das DRK Ausbildungszentrum nach Nürtingen ein.

Wie bereits erwähnt, fand dieser Ausbildungsabend bereits am 25. Januar 2018 statt. Eve-Christiane Grunewald, Leiterin des Notfallsorgedienstes Nürtingen-Kirchheim/Teck vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. freute sich, dass sie als Referent Mohand El Ghulbzourri, THW Regionalstelle Dortmund, begrüßen konnte. Zu Beginn seines Vortages erläuterte Mohand El Ghulbzourri ausführlich und sehr verständlich

die 5 wichtigsten Säulen des Islam:

  • Shahada – Glaubenszeugnis
  • Zalat – Pflichtgebet
  • Saum – Fasten im Ramadan
  • Zakat – Almosensteuer
  • Hadsch – Wallfahrt nach Mekka.

Im Anschluss daran machte er deutlich, dass
zum einen der Islam das Phänomen der Seelsorge ursprünglich nicht kennt und es nach islamischer Auffassung keinen Vermittler zwischen Gott und dem einzelnen Gläubigen gibt und somit jeder Mensch selber verantwortlich für sein Seelenheil ist. In diesem Fall sind eigentlich die Angehörigen oder auch die Vorbeter und Imame gefragt. Jedes erwachsene und vernünftige muslimische Familienmitglied kann ein Seelsorger sein, egal ob Vater, Mutter, ein Freund oder ein Bekannter". Für die Angehörigen ist es sehr wichtig, dass nur sie oder ein islamischer Seelsorger den Sterbenden auf seinem Weg vom Diesseits ins Jenseits begleiten darf und

Zum anderen nach dem Eintritt des Todes den vor Ort befindlichen Einsatzkräfte empfohlen wird:

  • Die Angehörigen oder den „islamischen Seelsorger“, sofern nicht bereits anwesend, zu verständigen.
  • Das Bett in Richtung Mekka auszurichten (im Landkreis Esslingen ungefähr Richtung Ulm oder auch unter:  https://www.gebetszeiten.de/prayerTimes/qiblah)
  • Musik, Musikinstrumente, Fernsehgeräte, Bilder oder Gegenstände mit Darstellungen von Menschen und Tieren vom Sterbenden und vom Toden fernhalten.
  • Spiegel abdecken und von weiteren Maßnahmen am Verstorbenen dringend Abstand zu nehmen.

Abschließend berichtete Mohand El Ghulbzourri mit sehr einfühlsamen Worten noch über die islamische Todenwaschung sowie über die Rituale bei der Beisetzung, welche in der Regel binnen 24 Stunden und möglichst in der Heimaterde stattfinden sollte.

Nach einer sehr ausführlichen Fragerunde bedankte sich Eve-Christiane Grunewald im Namen des DRK und aller Teilnehmer bei Mohand El Ghulbzou auf das Herzlichste und übergab ein kleines Gastgeschenk, in welches der in Kürze zu erwartende neue Erdenbürger wohl erst noch „reinwachsen“ müsste.

Hygienischer Umgang mit Verstorbenen
Im zweiten Teil begrüßte nach einer kurzen Pause Eve-Christiane Grunewald als, den Teilnehmern nicht ganz unbekannten Referenten, Stefan Jäck vom Bestattungshaus Jäck in Weilheim/Teck. Er nahm sich auf seine ganz eigene, bekannte und von allen gemochte Art dem Thema: Hygienischer Umgang mit Verstorbenen, an. In diesem Zusammenhang war im besonders wichtig, nochmals auf die, eigentlich als ganz selbstverständlich anzusehende Körperhygiene, wie zum Beispiel: anschließendem bewussten und entsprechendem Händewaschen mit anschließender, hygienische Händedesinfektion (z.B Sterillium Virogard), ggf. Verwendung von Einmalhandschuhen und Reinigung sowie Desinfektion des Einsatzequipment, aufmerksam.

Nachdem auch Stefan Jäck geduldig alle Fragen aus Plenum beantwortet hatte und die Uhr weit fortgeschritten war, bedanke sich die Gastgeberin auch bei ihm für seinen gut verständlichen Vortrag sowie bei allen Teilnehmern für ihr gezeigtes Interesse.

Sie haben Interesse an einer Tätigkeit in unserem Notfallnachsorgedienst oder Sie wünschen weitere Informationen, dann wenden Sie sich bitte einfach und unverbindlich an:

Eve-Christiane Grunewald
E-Mail: psnv@kv-nuertingen.drk. oder per Telefon: 0172 – 7 40 49 19

Fotos: Markus Brändli und Roland Rath

Bilder: Markus Brändli und Roland Rath

Abschied nehmen ist der Beginn von Erinnerung

Fotos: Markus Brändli und Roland Rath

Jahresstatistik des DRK Notfallnachsorgedienstes Nürtingen-Kirchheim/Teck.

(10.02.2017/Roland Rath) Das Team des Notfallnachsorgedienstes Nürtingen-Kirchheim vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V.  arbeiten nunmehr seit 17 Jahren, wenn sie nicht gerade unbemerkt von einer Kamera abgelichtet werden, ganz im Stillen. Sie betreuen und begleiten Menschen in akuten Krisensituationen und leisten somit eine kurzfristig und zeitlich begrenzte „psychische und soziale Erste Hilfe für die Seele“. Alleine im letzten Jahr wurden sie zu 48 PSNV Einsätzen gerufen. Hierbei wurden 1.348 Personen betreut. Die Einsatzdauer betrug hierfür 250 Stunden. Der Einsatz von Einsatzkräften des PSU war dreimal erforderlich.

Hier die Einsatzzahlen im Einzelnen:

Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV):

48    (39) Einsätze, davon:

  • 21 Einsätze nach Auffinden eines verstorbenen Familienmitgliedes
  •   7 Überbringung einer Todesnachricht mit der Polizei
  •   5 laufende Reanimationsmaßnahmen vor Ort
  •   3 Betreuungen nach Suizid
  •   3 Verkehrsunfälle und
  •   9 sonstige 

1.348 (254) betreute Personen
   69   (51) Einsatzkräfte
  250 (212) Einsatzstunden

Foto: Markus Brändli und Roland Rath

Notfallseelsorgedienst (NfS)

8     (36) Einsätze, davon:

  • 1 Einsätze nach Auffinden eines verstorbenen Familienmitgliedes
  • 1 Überbringung einer Todesnachricht mit der Polizei
  • 2 Betreuungen nach Suizid
  • 3 Verkehrsunfälle und
  • 1 sonstige 

34 (120) betreute Personen
  8   (36) Einsatzkräfte
32   (95) Einsatzstunden

Psychosoziale Unterstützung für Einsatzkräfte (PSU):

  3  (2) Einsätze
34  (2) betreute Personen
  7  (3) Einsatzkräfte
24  (4) Einsatzstunden

Einsatzzeitfenster PSNV PSU NfS
von 00:00 bis 06:00 5 0 1
von 06:00 bis 12:00 10 0 2
von 12:00 bis 18:00 22 1 1
von 18:00 bis 24:00 11 2 4
Einsatzzeitfenster PSNV PSU NfS
Montag 7 0 2
Dienstag 9 1 2
Mittwoch 8 1 0
Donnerstag 6 1 3
Freitag 6 0 1
Samstag 7 0 0
Sonntag 5 0 0

Datengrundlage:
eingereichte und im Einsatztagebuch Kreisverband erfasste Einsatzprotokolle
Angaben in Klammer = Vorjahreszahlen

Eve Christiane Grunewald

Eve Christiane Grunewald, Leiterin des Notfallnachsorgedienstes beim Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. vom Deutschen Roten Kreuz, erklärte hierzu: „ Dies machen wir nun bereits seit unserer Gründung im März 2001 rund um die Uhr, 24 Stunden täglich. Seit dem 15.02.2007 besteht eine Kooperation mit dem Notfallseelsorgedienst und seit dem 01.07.2015 werden die Einsätze im wöchentlichen Wechsel von der Notfallseelsorge (ungerade Wochen) und dem Notfallnachsorgedienst (gerade Wochen) übernommen. Die Einsätze werden ausschließlich durch den DRK-Notfallnachsorgedienst koordiniert.

Hierbei konnte seit der Gründung bis zum 31.12.2017 alleine durch den DRK Notfallnachsorgedienst im Rahmen von 711 Einsätzen immerhin 7.825 Betroffenen und/oder Hinterbliebenen „psychische und soziale Erste Hilfe für die Seele“ angeboten und damit geholfen werden. 3.346 Einsatzstunden wurden von den hierfür 1.014 eingesetzten Einsatzkräfte des Notfallnachsorgedienstes vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V., aufgebracht.

Um in einem Bild zu sprechen, könnte man dieses Hilfsangebot auch mit einem Treppengeländer vergleichen. Geht es einem gut, ja dann, dann nimmt man dieses Geländer gar nicht wahr oder es stört sogar. In schlechten Zeiten ist man froh, wenn man daran Halt findet, sich aufstützen oder gar wieder aufrichten kann.

Ihre Ansprechpartner:
Sie haben Interesse an einer Tätigkeit in unserem Notfallnachsorgedienst oder Sie wünschen weitere Informationen, dann wenden Sie sich bitte einfach und unverbindlich an:

Eve-Christiane Grunewald
E-Mail: psnv[at]kv-nuertingen.drk[dot]de   oder  0172 – 7 40 49 19

weitere Impressionen aus unserer Arbeit:

Fotos: Markus Brändli und Roland Rath

Gewinn-Sparer der VR Bank Hohenneuffen/Teck eG "Helfen mit Herz"

von li. nach re.: Stefan Gerlach, Iris Donth, Andreas Schober, Joachim Schober, Christoph Wohlfahrt, Frank Schaich, Klaus Rau, Melanie Dorn, Nikolas Herdin, Thomas Krießler und Bruno Foldenauer.
Foto: Roland Rath

Der DRK-Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. erhält 9 Defibrillatoren

(23.01.2018/Roland Rath) Die Gewinn-Sparer der VR Bank Hohenneuffen/Teck eG wissen, dass sie mit ihrem Dauerlos nicht nur sparen, sondern auch Menschen in Not sowie soziale oder gemeinnützige Einrichtungen in der Region unterstützen. Am 23.01.2017 war es dann soweit. Aus den Händen der Vorstände der VR Bank Hohenneuffen/Teck eG, Stefan Gerlach und Thomas Krießler sowie des Vorstandssprechers, Bruno Foldenauer erhielt unter anderem der Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V., vertreten durch Kreisgeschäftsführer Klaus Rau, Kreisausbildungsleiterin Melanie Dorn, Kreisbereitschaftsleiter Andreas Schober und Christoph Wohlfahrt, Frank Schaich, Nikolas Herdin und Joachim Schober 9 LIFEPAK CR2 Defibrillatoren (Defi`s) im Werte von sage und schreibe 21.000 €.

Am Dienstag, den 23. 01.2018 war es soweit. „Unter dem Motto der VR Bank Hohenneuffen/Teck eG: "Helfen mit Herz" freut es uns, dass wir insgesamt 40.000 € als nachträgliches Weihnachtsgeschenk aus dem Spendentopf unseres VR-Gewinnsparens an die anwesenden Vertreter von 37 Musik treibenden Vereinen und dem DRK-Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/T. e. V. unter dem Motto: "Wir helfen – für mehr gerettete Leben in unserer Region" überweisen konnten“, so die Aussage von Bruno Foldenauer. Er sagte weiter: „Für uns, die VR Bank Hohenneuffen/Teck eG, ist Soziales Engagement nicht einfach ein gut klingendes Marketing-Schlagwort, das wir irgendwo auf unserer Internetseite schreiben. Soziales Engagement ist uns sehr wichtig. Eine Herzensangelegenheit". Seine Rede beendete er unter anderem mit den Worten: „…Geld ist das eine – engagiertes Handeln das andere. Das, was Sie alle als Verantwortliche an Zeit, an Herzblut, an Leidenschaft in ihre Tätigkeiten einbringen, ist alles andere als selbstverständlich. Es ist grandios und kann in unserer zunehmend egoistischen Gesellschaft nicht hoch genug eingeschätzt werden“.

DRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Rau bedankte sich für die großzügige Spende bei der VR Bank Hohenneuffen/Teck eG. Die Bank unterstützt mit Ihrem Sozialen Engagement immer wieder auch den DRK-Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/T. e.V. mit seinen Gliederungen. Erst im vergangenen Jahr konnte aus dem Gewinnsparen der VR-Banken ein neuer Mannschaftstransportwagen überreicht werden, den für alle Gruppierungen des Roten Kreuzes in ihrer täglichen Arbeit wertvolle Dienste leistet. Die Beschaffung der Defis ist für alle Beteiligten ein Gewinn. Das DRK erhält 9 neue Geräte, die Bankfilialen der VR Bank Hohenneuffen/Teck können flächendeckend in Ihren Servicebereichen mit Defis ausgestattet werden.  Die Geräte sind 24 Std. zugänglich und tragen somit wesentlich dazu bei, dass bei Herz-Kreislaufstillstand schnell gehandelt werden und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes von Ersthelfern effektiv überbrückt werden kann. Sie kommen dadurch der Bevölkerung unmittelbar zu Gute.  Die Betreuung der Defis, d.h. wenn z.B. die Batterie ausgetauscht werden muss oder Fragen zum Gerät entstehen, übernehmen die DRK- Bereitschaften vor Ort in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Bankfilialen.  Das DRK übernimmt auch die Ersteinweisung in die Geräte und die Schulung der Bankmitarbeiter. Von Bankenseite ist geplant dass nach Inbetriebnahme der Geräte in den Filialen Einweisungskurse stattfinden, zu denen öffentlich eingeladen wird.

Bei allen Bedachten sah man an diesem Abend nur leuchtende Augen, den ein Dankeschön für ihr ehrenamtliches Engagement ist für sie nicht gerade alltäglich, sondern die Ausnahme. 

Hierfür sagen wir aus diesem Grunde - Danke

Wozu überhaupt „Frühdefibrillation“
Die Todesursache Nummer eins in Deutschland ist mit weit mehr als 100.000 Todesfällen der plötzliche Herztod.

Das Chaos im Herzen: 
Im Falle eines Kammerflimmerns, der häufigsten Ursache des plötzlichen Herztods, kommt es zu Koordinationsstörungen im Herzmuskel. Der Herzmuskel zuckt dabei so schnell und unkoordiniert, dass viel zu wenig Blut durch den Körper gepumpt werden kann und dies meist mit dem Leben nicht vereinbar ist. Die Folgen daraus sind meist Bewusstlosigkeit, Herz-Kreislaufstillstand. Nun geht alles sehr schnell. Nach einem Herzstillstand sinkt die Überlebenschance mit jeder Minute um ca. 10 % - nach ca. 4 Minuten treten irreversible Hirnschäden ein.

Gibt es eine zweite Chance? – NEIN 
Die einzige effektive Möglichkeit, dem plötzlichen Herztod zu begegnen, ist die DEFIBRILLATION und/oder die Reanimation, auch: Herz-Lungen-Wiederbelebung, genannt.

Das Ziel muss es sein
überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten - einen sogenannten "Frühdefi" zu installieren.

Aus diesem Grunde werden die 9 Defibrillatoren vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. in Kürze für jedermann zugänglich in den SB-Bereichen der VR Bank Hohenneuffen/Teck eG - Geschäftsstellen in

  • Bempflingen, Lindenstraße 33/1 
  • Beuren, Neuffener Straße 9 
  • Frickenhausen, Hauptstr. 25 
  • Grafenberg, Metzinger Straße 4 
  • Großbettlingen, Nürtinger Straße 8 
  • Kohlberg, Metzinger Straße 50 
  • Linsenhofen, Theodor-Heuss-Straße 7 
  • Neidlingen, Wiesensteiger Straße 2 
  • Weilheim, Untere Grabenstr 7

angebracht. Die dringend erforderliche Betreuung dieser lebenswichtigen Defi`s erfolgt ehrenamtlich durch die örtlichen Bereitschaften Frickenhausen, Großbettlingen, Neckartenzlingen, Neuffen und Weilheim vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V.

Gleichzeitig braucht es aber auch Menschen jeder Altersklasse und aus jedem gesellschaftlichem Umfeld, die sich an einem Frühdefibrillator und in der Herz-Lungen-Wiederbelebung ausbilden lassen.

Informationen zu diesem DRK-Ausbildungsangebot erhalten sie gerne und unverbindlich durch:
Melanie Dorn, Kreisausbildungsleiterin beim DRK Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V.
Telefon 07022/7007-52 oder per E-Mail melanie.dorn@kv-nuertingen.drk.de

Übrigens,
das nicht mehr wegzudenkende und sehr erfolgreiche flächendeckende Projekt: „Frühdefibrillation“ im DRK- Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. feiert in diesem Jahr seinen 17ten Geburtstag.

Der Startschuss für dieses deutschlandweite Leuchtturmprojekt fiel bereits am 01.08.2001, in einer Zeit, in der noch immer einige Ärzte vor der Anwendung des Verfahrens durch „Laien“ in Fachzeitschriften Bedenken äußerten. Defibrillatoren sind heutzutage aus dem öffentlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Der Begriff der „Frühdefibrillation“ ist heute etabliert und das Verfahren konnte seine Evidenz in unzähligen Studien eindrücklich beweisen.

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Fotos: Roland Rath

Fotos: Roland Rath

Mehr Kompetenz für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter


Bilder: DRK Archiv und Roland Rath

Sie können mehr, als sie (bis jetzt) dürfen

(19.01.2018/Roland Rath) Beim aufmerksamen Lesen der aktuellen SVaktuell der AOK Baden-Württemberg als Versicherten-Vertreter Mitglied des Bezirksrat der AOK-Bezirksdirektion Neckar-Fils bin ich über die Feststellung der Präsidenten der beiden DRK-Landesverbände in Baden-Württemberg, Dr. Lorenz Menz und Jochen Gläser:

„„Unsere neuen Notfallsanitäter werden in drei Jahren fit gemacht, um im Notfalleinsatz kompetent helfen zu können. Sie dürfen es aber nicht“, 

welche bereits im Rahmen einer Presseerklärung am 17.08.2017 veröffentlicht wurde, gestolpert.

Um nun diese Feststellung von Dr. Lorenz Menz und Jochen Gläser nicht aus dem Kontext zu „reißen“, darf ich gerne, auch unter dem Gesichtspunkt der aktuellen TV-Berichtserstattung rund um den Rettungsdienst, auf die nachstehende und vollständige Pressemitteilung vom 17.08.2017 aufmerksam machen.

Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter könnten mehr
Mehr Kompetenzen für den Rettungsdienst

Gemeinsamer Vorstoß von AOK und DRK in Baden-Württemberg 

Datum: 17.08.2017 - Stuttgart.

Wenn Ende September die ersten Notfallsanitäter ihre Ausbildung ab-schließen, werden sie als Verantwortliche im Rettungswagen im Einsatz sein. Einiges, was sie in den drei Jahren gelernt haben, dürfen sie jedoch nicht in die Tat umsetzen. Grund hierfür sind unzureichende bundesgesetzliche Vorgaben.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die AOK Baden-Württemberg fordern nun Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in einem gemeinsamen Schreiben auf, diese Hindernisse zügig zu beseitigen. Denn eine bessere Ausbildung verlangt mehr Kompetenzen für die Notfallsanitäter.

Mit der Einführung der dreijährigen Ausbildung des Notfallsanitäters zum 1. Januar 2014 und der damit endenden Ausbildung zum Rettungsassistenten versprach man sich besser ausgebildete Rettungsdienstmitarbeiter, die den Patienten am Einsatzort noch kompetenter helfen können – auch dann, wenn (noch) kein Notarzt am Einsatz beteiligt ist. Im September werden in Baden-Württemberg die ersten 85 Notfallsanitäter ihre dreijährige Ausbildung abschließen und ihren Dienst in den Hilfsorganisationen beginnen. In den letzten drei Jahren haben darüber hinaus bereits mehr als 1.000 Rettungsassistenten die Nachqualifizierung zum Notfallsanitäter mit einer Prüfung erfolgreich abgeschlossen.

Die Krankenkassen in Baden-Württemberg finanzieren mit einem nicht unerheblichen Millionenbetrag die Ausbildung aber auch die Weiterqualifizierung der bestehenden Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter. „Wir stehen mit dafür ein, dass unseren Versicherten im Notfall schnell und kompetent geholfen wird. Wenn gut ausgebildete Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter vor Ort sind und ihr Wissen nicht anwenden dürfen, muss das geändert werden“, unterstützt Dr. Christopher Herrmann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, die Forderung des DRK.

Eine Grundlage der Ausbildung in Baden-Württemberg sind zwischen allen Rettungsdienstschulen und den zuständigen Ministerien abgestimmte Handlungsempfehlungen. In diesen ist ein standardisiertes Vorgehen in 19 Notfallsituationen geregelt – vom Kreislaufstillstand über den Herzinfarkt und Schlaganfall bis hin zum schwerverletzten Unfallopfer.

„Unsere neuen Notfallsanitäter werden in drei Jahren fit gemacht, um im Notfalleinsatz kompetent helfen zu können. Sie dürfen es aber nicht“, stellen die Präsidenten der beiden DRK-Landesverbände in Baden-Württemberg, Dr. Lorenz Menz und Jochen Gläser, übereinstimmend fest.

Eine Ursache hierfür ist im Heilpraktikergesetz zu finden, einem Bundesgesetz. Für Dr. Menz ist klar: „Der Bundesgesetzgeber muss schnellstmöglich die Rahmenbedingungen schaffen, damit das Notfallsanitätergesetz nicht ins Leere läuft“. Darüber hinaus ermögliche der größere Handlungsspielraum der Notfallsanitäter eine Entlastung des Notarztsystems.


Bilder: DRK Archiv und Roland Rath

Bilder: DRK Archiv und Roland Rath