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Verheerendes Erdbeben - 300 Verschüttete - 1000 Tote

Bilder: ÖRK, BRK-KV Straubing-Bogen und DRK Bereitschaft Weilheim

Fünf Nationen nahmen an Österreichs bislang größter Übung teil

Bilder: ÖRK, BRK-KV Straubing-Bogen und DRK Bereitschaft Weilheim

(Roland Rath/20.09.2019) IRONORE2019 – vom 12. bis 14 September fand im Bundesland Steiermark in Österreich eine der größten Übungen mit über 300 Teilnehmer aus fünf Nationen und 1.000 Beteiligten statt. 2 Einsatzkräfte des Kreisverbandes Nürtingen-Kirchheim/Teck vom Deutschen Roten Kreuz waren unterstützend dabei.

Eisenerz, 12.09.2019 - Ein großes Erdbeben mit mehr als 1.000 Toten und 300 Menschen, die noch unter Trümmern liegen. Da eine solche Lage mit lokalen Kräften nicht gestemmt werden kann, wurde der EU-Katastrophenschutz-Mechanismus aktiviert.

Erdrutsch, Zugunglück, und brennende Kraftfahrzeuge
Geübt wurden Szenarien an rund 30 Plätzen im Raum Eisenerz: in entgleisten Eisenbahnwaggons, zerstörten Häusern, Höhlen oder Tunnels, in denen Fahrzeuge in Brand geraten waren. Es war die größte Übung, die es je in Österreich gab.

Gemäß der entsprechenden Planung unterstützten 28 Einsatzkräften des Bayerische Rote Kreuz unter anderem mit einem allradbetriebenes Spezialfahrzeug sowie Frank Schober von der Bereitschaft Weilheim und Dietmar Hauff von der Bereitschaft Neuffen vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. mit einem Infektions-KTW (I-KTW) der Mobile Medizinische Versorgungseinheit (MMVe) aus der neuen DRK Bundesvorhaltung mit Standort in Kirchheim/Teck vom Deutsche Roten Kreuz den Part des sach- und fachgerechten Abtransportes von Verletzten auch aus schwierigen Gelände.

Die Koordinierung und Alarmierung von internationalen Einheiten, übernimmt die Einsatzzentrale in Brüssel. Neben Einheiten aus Deutschland, nahmen Bergungsspezialisten aus Ungarn, Höhlenretter aus Slowenien und etliche Katastrophenschutzeinheiten aus Österreich an dieser Übung teil.

IRONORE2019
war die Feuertaufe für eine neue Spezialeinheit. Diese Einheit ist darauf spezialisiert sich autark über mindestens 48 Stunden selbst zu versorgen, Verletzte zu behandeln und zu transportieren, sowie Lageerkundung aus der Luft mit einer unbemannten Drohne durchzuführen. Eine weitere Einheit aus Bayern kommt zum Einsatz: Diese ist spezialisiert auf Reinigungsverfahren von Verletzten und Betroffenen, die mit giftigen Stoffen in Kontakt gekommen sind. Bei Bedarf können natürlich auch bis maximal 4 MMVe aus der Bundesvorhaltung der DRK hinzugezogen werden. In diesem Falle wurde ein I-KTW vom DRK mit Standort in Kirchheim/Teck hinzu beordert.

Der Übungsname „IRONORE2019“ ergibt sich aus dem Übungsort, dem Erzbergbau Eisenerz und geübt wurde in St.Michael, Leoben, Trofaiach-Vorderberg und Eisenerz. Die Übung wurde durch Stakeholder (Übungsbeobachter) des Österreichischen Roten Kreuz, der Feuerwehr, des Bundesheeres, der Polizei, dem Land Steiermark sowie der Berg- und Höhlenrettung beobachtet und durch die Europäische Kommission finanziert.

Der Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck vom Deutschen Roten Kreuz hat zu dieser Großübung die bereits 2 genannten ehrenamtlichen Einsatzkräfte unter dem Gesichtspunkt: die internationale Zusammenarbeit vor Ort zu unterstützen und zu stärken, sowie unter realen Einsatzbedingungen in unbekanntem Gebiet ihre Fähigkeiten in den verschiedenen Bereichen des Katastrophenschutzes bei einem Einsatz im Ausland zu trainieren und natürlich auch zu zeigen, trotz eines anstehenden „heißen Dienst- und Einsatzwochenende“ entsendet.

Was war an diesem Wochenende von den DRK-Ehrenamtlichen des Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. vom Deutschen Roten Kreuz noch alle so zu „stemmen“?

Betreuung des dreitägigen Oldtimer-Fliegertreffens auf der Hahnweide bei Kirchheim.
4 größere Realeinsätze der örtlichen Bereitschaften
unzählige Einsätze der Helfer vor Ort
2 Einsätze des Notfallnachsorgedienstes
1 Aktion aus: DRK Glücksbringer - Wir machen Wünsche war
und, und, und

und dies alles, ohne dass davon die Einsatzbereitschaft der Einsatzeinheiten, der Schnelleinsatzgruppen, der Spezialgruppen, der örtlichen Bereitschaften, der Helfer vor Ort etc. wesentlich eingeschränkt werden.

Chapeau und Danke an alle Teilnehmer und Organisatoren für diese Verlässlichkeit.

Eine kleine Bilderstrecke hierzu finden sie auf unserer Facebookseite - wäre schön, wenn Sie uns dort besuchen würden.

Bilder: ÖRK, BRK-KV Straubing-Bogen und DRK Bereitschaft Weilheim