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Ansprechpartner

Herr
Roland Rath
stellv. Leiter Abteilung Rotkreuzdienste

Tel: 07022/7007-51
roland.rath[at]kv-nuertingen.drk[dot]de

Helfer vor Ort – First Responder

First Responder verbessern die Notfallrettung

Foto: Markus Brändli

(r.rath) Gerade im Notfall gilt: Je früher die Hilfe, desto besser die Chance. Zwischen Alarmierung bei einem Notfall und dem Einreffen des Rettungsdienstes vergehen trotz Blaulicht und Martinshorn einige Minuten - das Freie Intervall. "Durch den Einsatz von ortsansässigen "Helfern vor Ort", auf neudeutsch auch "First Responder" genannt, kann diese wertvolle Zeit besser überbrückt werden - die Lücke in der Rettungskette zwischen ausgebildeten Laien, die Erste Hilfe leisten, und dem Eintreffen des Rettungsdienstes wird geschlossen.

Leistungsbilanz
In den vergangenen 18 Jahres konnte 12.740 erkrankten oder verletzten Mitbürgern, unabhängig von ihrer Hautfarbe und Religion aktiv geholfen werden. 22.869 ehrenamtliche "Rotkreuzler" opferten hierfür 11.854 Stunden von ihrer wertvollen Freizeit. Einfach nur so und wenn sie Glück haben, für ein "herzliches Dankeschön". Davon wurden sie alleine im vergangenen Jahr zu 1.151 Notfällen gerufen. Das ist eine Zunahme von 24 % zum Vorjahr. Im Rahmen dieser Einsätze konnten sie hierbei 1.066 in Not geratenen Menschen sach- und fachgerecht helfen. Dies bedeutet immerhin eine Steigerung um sage und schreibe von 27,8%". Ein gutes und sehr leistungsfähiges Rettungssystem.

Foto: Roland Rath

Wer oder was sind den nun Helfer vor Ort
Sie sind allesamt ehrenamtliche Mitglieder und sehr gut ausgebildete Sanitäter, Rettungshelfer und oder auch Rettungsassistenten aus den Reihen der Bereitschaften Frickenhausen, Kirchheim, Großbettlingen, Kirchheim/Teck, Lenninger Tal, Neuffen, Neckartenzlingen, Neuffen, Nürtingen Weilheim/Teck und Wendlingen des Kreisverbandes Nürtingen-Kirchheim/Teck e.V. vom Deutschen Roten Kreuz.

Foto: Markus Brändli

Helden des Alltages?
Nein, in dieser Rolle sehen sich die ehrenamtlich tätigen "Helfer vor Ort" nicht. Vielmehr sehen sie ihre Aufgabe ganz einfach darin, den in Not geratenen Menschen zu helfen um damit Leben zu retten.

Ihr zusätzliches Aufgabengebiet
Die derzeit ca. 145 "Helfer vor Ort" werden bei Bedarf parallel zum erforderlichen Rettungsmittel über Funkmelder alarmiert, fahren mit dem eigenen Pkw oder mit einem Einsatzfahrzeug sofort zur Notfallstelle. Dort treffen sie, bedingt durch ihren Vorteil der Ortsnähe, vor dem regulären Rettungsdienstes ein und können somit sehr zeitnah eine erweiterte Erste Hilfe leisten und damit die versorgungsfreie Zeit erheblich verkürzen.

Foto: Roland Rath

Ein Blick zurück
Achtzehn Jahre ist es nun bereits her, dass der DRK Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck mit der flächendeckenden Einführung des "Helfer vor Ort" - Systems antrat, eine wichtige Lücke im Bereich der Notfallversorgung zu schließen. Ziel war es, die Zeit zwischen der Alarmierung bei einem Notfall und dem Eintreffen des Rettungsdienstes, das sogenannte "Freie Intervall" zu überbrücken.

Foto: Roland Rath

Ein weiterer Baustein - Laiendefibrillatioren, früher Frühdefibrillatoren genannt
Der nächste und systemerweiterte Baustein wurde in Angriff genommen. Bereits Mitte des Jahres 2000 wurde man beim DRK Kreisverband Nürtingen-Kirchheim/Teck dann auf das Zukunftsthema: "Frühdefibrillation kann Leben retten", aufmerksam. Man machte sich auf den Weg, dieses umzusetzen. Eine große Kraftanstrengung stand an und sie wurde erfolgreich gemeistert. Nach Abschluss der hierfür erforderlichen Ausbildung der Ausbilder vom DRK wurde umgehend die Qualifizierung der damals ca. 110 "Helfer vor Ort" in Angriff genommen. Natürlich stellte auch die Finanzierung der Frühdefibrillatoren, heute Laiendefibrillatioren genannt, im Werte von damals ca. 60.000 DM keine kleine Hürde für die "Rotkreuzler" dar.

Bereits am 01. August 2001 war es dann soweit. Das "Helfer vor Ort" System wurde flächendeckenden um den neuen Baustein: Laiendefibrillation, erweitert.

Foto: Markus Brändli

Daten und Fakten

Auswertungszeitraum vom 13.03.1999 bis 31.12.2016

Einsätze im Jahr 2016 Total
Einsätze Total 1.151 12.740
Patienten 1.066 12.667
davon verstorben 50 389
Einsatzart
internistischer Notfall 690
chirurgischer Notfall 132 1.851
Kindernotfall 72 600
Verkehrsunfall 81 1.310
häuslicher Unfall 47 239
Sportunfall 26 91
Suicidversuch 8 145
sonstiges 95 616
eingesetzte Kräfte 2.107 22.869
Einsatzstunden 11.550 15.358

Kontakt

Sie würden gerne dabei sein und interessieren sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit?

Dann wenden Sie sich ganz einfach und unverbindlich per E-Mail an eine der genannten Bereitschaften.
Die entsprechenden E-Mailadressen finden Sie auf dieser Homepage unter der Rubrik Bereitschaften oder einfach hier klicken!

Foto: Roland Rath
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